Schwerpunkte

Smart Building & New Work

Corona-gerechte Transformation von Arbeitsplätzen

11. November 2020, 15:49 Uhr   |  Antje Müller


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

„Digitalisierung und Flexibilität des Gebäudes sind extrem wichtig"

Hendrik Theiß, Digital- und Smart-Office-Experte bei Signify, ist überzeugt, dass die drei großen Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden der Mitarbeiter bei einem New-Work-Konzept verfolgt werden sollten. „Digitalisierung und Flexibilität des Gebäudes sind extrem wichtig für viele Unternehmen, um überhaupt noch junge Talente zu gewinnen und schnell auf Entscheidungen reagieren zu können. Kein neues, langfristig erfolgreiches Gebäude kann außerdem heutzutage gebaut werden, wenn es nicht nachhaltig gebaut ist.“ Zuletzt gehe es auch darum, die Atmosphäre anspruchsvoll zu gestalten. Licht helfe zum Beispiel, das Wohlbefinden des Mitarbeiters zu stärken. Spätestens seit dem Lockdown dürfte dieser Wandel auch in vielen traditionellen Unternehmen und Branchen begonnen haben und der klassische „Nine-to-Five-Job“ nicht mehr das Maß aller Dinge sein. Angefangen mit „Homeoffice first“ entstehen mehr und mehr fluide Organisationen, die entsprechenden Technologien unterstützen dabei die Automatisierung sowie die Vernetzung von Unternehmensprozessen, während die Belegschaft zusehends für diese digitale Welt geschult wird oder das längst ist. In vielen Unternehmen sind die ersten Schritte in diese Richtung bereits getan. Tische sind auseinandergeschoben, eigene Work Spaces für kleinere Teams wurden eingerichtet, unterschiedlichste Collaboration- und Communications-Tools verbinden die Remote-Worker mit denjenigen, die weiterhin im Büro tätig sind. Wer seine Mitarbeiter aktuell aber wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren lassen möchte, dem muss zuvorderst ihre Sicherheit am Herzen liegen. Dank umfangreicher Behörden-Empfehlungen und entsprechend überarbeiteter Arbeitsschutzstandards sowie Richtlinien gilt es, zusätzlich zum routinierten Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz präventive Lösungen für den professionellen Bereich zu finden. Idealerweise solche, die nicht nur kurzfristig schnell umsetzbar und günstig sind, sondern im besten Falle auch nachhaltig wirken.

Telekom
© Telekom

Die Zutrittsampel am Eingang eines Unternehmens oder Geschäfts signalisiert, ob bereits die maximale Anzahl von Personen erreicht ist und alarmiert bei unbefugtem Zutritt.

Schritt 1: Simpel, aber innovativ

Bei der Sicherstellung der Gesundheit von Kollegen, Kunden oder Gästen geht es zunächst maßgeblich darum, die Quadratmeterzahl von Sitz- und Aufenthaltsbereichen zu kontrollieren und Grenzwerte der Personenzahlen sicherzustellen. Verschiedene Hersteller konzentrieren sich mit ihrer Produktpalette dabei allem voran auf Übertragungswege der Tröpfchen- und Schmierinfektion und den Einsatz von Abstands- und Zutrittskontrollen (zum Beispiel per Ampelsystem), Hygiene-Stationen zur Hand-Desinfektion oder ­kontaktlose Lösungen wie Handfrei-Türöffner. „In normalen Zeiten treffen in Büros viele Menschen aufeinander,“ so Rüdiger Keinberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Loxone. „In Corona-Zeiten sind deshalb hier natürlich die bekannten Schutzmaßnahmen zu treffen: Abstand halten, Mundschutz tragen, gut lüften, regelmäßige Reinigung von Oberflächen wie Tastern und Ablagen.“ Der Einfachheit wegen greifen Unternehmer, Betreiber und Arbeitgeber auch auf Hinweise oder Piktogramme in Form von Rettungszeichenleuchten zurück, um für die angemessene Abstandshaltung zu sorgen oder, um über Einmal-Belegungsschilder ein regelmäßiges Reinigen genutzter Meeting-Räume zu sichern.

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1. Corona-gerechte Transformation von Arbeitsplätzen
2. „Digitalisierung und Flexibilität des Gebäudes sind extrem wichtig"
3. Gezieltes Flächenmanagement
4. Problematik mit der Raumluft
5. Infektionskraft aufgeheizter Räume

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