International E-Waste Day 2021

Höchstwert an Elektroschrott erwartet

Elektroschrott
© Marcel Kusch / dpa

Ob alte Smartphones, PCs oder elektrische Haushaltsgeräte – die Menge an Elektroschrott wächst kontinuierlich an. Geräte sollten nicht im Müll enden, sondern recycelt oder wiederaufbereitet werden. Der International E-Waste Day 2021 am 14. Oktober rückt die EndverbraucherInnen in den Mittelpunkt.

Angesichts einer immer weiter steigenden Masse an kaputten und ungenutzten Elektrogeräten appellieren UmweltschützerInnen an VerbraucherInnen. Sie sollen ausgemusterte Elektrogeräte reparieren oder recyceln lassen, hieß es zum International E-Waste Day 2021, also dem internationalen Tag des Elektroschrotts, am 14. Oktober. Laut Schätzungen wird die Masse des jährlich anfallenden Elektroschrotts im Jahr 2021 mit 57,4 Millionen Tonnen erneut einen Höchstwert erreichen. UmweltexpertInnen des Brüssler Waste of Electrical and Electronic Equipment (WEEE)-Forums sagen, die Masse ausrangierter Kühlschränke, Monitore und Handys übersteige damit sogar das Gewicht der Chinesischen Mauer.

Trotz aller Bemühungen, den Elektroschrott zu reduzieren, wächst der Berg weiter: Laut dem von der Universität der Vereinten Nationen mitverfassten „Global E-Waste Monitor 2020“ kamen im Jahr 2019 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott zusammen. Das entspricht einem Wachstum von 21 Prozent seit dem Jahr 2014. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht: Wenn die Entwicklung anhalte, seien im Jahr 2030 74 Millionen Tonnen zu erwarten.

Das Problem sei allerdings nicht nur die Masse, sondern auch wie mit ihr umgegangen wird. Nach Berechnungen der UN-ExpertInnen wurden 2019 nur 17,4 Prozent des produzierten E-Schrotts eingesammelt und recycelt. Viele kostbare Rohstoffe – darunter Gold, Silber und weitere Edelmetalle – seien stattdessen verbrannt worden oder auf Müllkippen gelandet. Gefährliche Stoffe wie Quecksilber würden zur Gefahr für Mensch und Umwelt.

Zudem gibt es noch einen weiteren Umweltaspekt: „Solange die Bürger ihre gebrauchte, kaputte Ausrüstung nicht zurückgeben, verkaufen oder spenden, müssen wir weiterhin völlig neue Materialien abbauen, die große Umweltschäden verursachen“, teilte Pascal Leroy, Direktor des WEEE-Forums, mit.

Zwar begegnete die EU dieser Problematik schon früh mit Maßnahmen und Richtlinien, die die fachgerechte Entsorgung alter Elektrogeräte sicherstellen sollen und die Produzenten der Geräte dazu verpflichten, Verantwortung für die Sammlung und Sortierung sowie das Recycling ihrer Produkte zu übernehmen. Dennoch hängen die EU-Mitgliedsstaaten laut einer Untersuchung des Ausbildungs- und Forschungsinstituts der Vereinten Nationen bei der Reduzierung von Elektroschrott teilweise weit hinter ihren eigenen Zielen.

Auch aus diesem Grund werde der „International E-Waste-Day“ in diesem Jahr die EndverbraucherInnen in den Mittelpunkt stellen und sich „auf die Verantwortung konzentrieren, die wir alle als Bürger haben, um eine Kreislaufwirtschaft zu gestalten“, so Leroy.

Zuerst erschienen auf funkschau.de.


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