Luft, Wasser, Wärme

Cool down

20. September 2018, 11:30 Uhr |
Dyson AM06
Dyson setzt auf Ventilatoren ohne Rotorblätter. Auf diese Weise und mithilfe der patentierten Air-Multiplier-Technologie soll der Luftstrom gleichmäßig verteilt werden; kein Staub kann sich verfangen. Hier hat Dyson mit dem AM06 (im Bild zu sehen) und dem AM07 sowohl eine Tisch- als auch eine Standvariante im Programm. Gleichzeitig setzt der Hersteller aber auch immer mehr auf das Thema verbesserte Luftqualität in Innenräumen und kombiniert hierzu mit dem Dyson Pure Cool die Ventilatorfunktion mit einem Luftreiniger.
© Dyson

Schlaflose Tropennächte und stickige Räume sind in der warmen Jahreszeit keine Seltenheit. Für die notwendige Abkühlung kann der Einsatz von Ventilatoren sorgen. Worauf beim Kauf zu achten ist.

Die anhaltende Hitze hatte Deutschland in den vergangenen Monaten fest im Griff. Kein Wunder also, dass Ventilatoren in diesem Sommer derart begehrt waren, dass in einigen Geschäften schon Geräte-Notstand herrschte. Hatte man dennoch das Glück, einen Laden zu finden, der noch Ventilatoren führte, galt es einige Kriterien beim Kauf eines Ventilators beachten, die auch Händler bei der Beratung von Kunden anwenden können.

Kaufkriterien
Einer der wichtigsten Faktoren ist – egal ob fürs Zuhause oder das Büro – der Einsatzbereich: Die Größe des Raumes und die des Ventilators müssen in einem bestimmten Verhältnis stehen, um den optimalen Luftdurchsatz zu gewährleisten. Ein zu kleines Modell wird nicht in der Lage sein, die Raumluft eines großen Raumes angemessen umzuwälzen. Sitzt man allerdings direkt vor dem Ventilator oder stellt man ihn in einem kleinen Zimmer auf, dann kann ein kleineres Gerät vollkommen ausreichend sein. Ein zu großes Gerät hingegen mit sehr starken Rotationsbewegungen könnte für zu kräftigen Wind sorgen, der leichte Gegenstände durch den Raum schleudert. Generell sollte der Luftstrom angenehm sein und die Luft gleichmäßig im Raum verteilt werden.

Fakir restige/VL 45 GF
Variabel zeigt sich der Fakir Standventilator Prestige/VL 45 GF sowohl mit der integrierten, herausnehmbaren Fernbedienung sowie dem höhenverstellbaren Teleskopständer (zwischen 100 und 135 cm).
© Fakir

Einen erheblichen Einfluss auf die Leistung und die Luftumwälzung hat der Rotordurchmesser, welcher ebenfalls an der Raumgröße ausgerichtet sein sollte. Hier zeigt sich das relativ einfache Funktionsprinzip eines Ventilators: Bei den meisten Geräten kommt ein Propeller mit Rotorblättern in einem Gehäuse, idealerweise hinter einem Schutzgitter, zum Einsatz. Durch das Drehen des Propellers wird ein Luftstrom erzeugt. Luft, die stark in Bewegung versetzt wird, wird kühler als „stehende“ Raumluft wahrgenommen. Diese Luft aus dem Raum wird von der Drehbewegung des Rotors angesaugt und wieder in den Raum „geblasen“. Für einen Raum mit bis zu 25 Quadratmetern ist ein Rotordurchmesser von etwa 30 Zentimetern ausreichend. In größeren Räumen sollte man einen Rotordurchmesser von mindestens 40 Zentimetern wählen. Ein weiteres Kriterium beim Kauf eines Ventilators kann die Regulierbarkeit sein. Hierfür ist es von Vorteil, wenn das Gerät über verschiedene Einstellmodi oder Stufen verfügt, um den Windstrom je nach Belieben anpassen zu können. Eine Ausnahme bilden Geräte, die ohne Rotorblätter auskommen wie die Modelle von Dyson. Die Funktionsweise dieser nicht weniger leistungsstarken Ventilatoren ist sehr einfach: Im Fuß der Geräte befindet sich ein Elektromotor, der die Luft ansaugt und über die Öffnungen an der Vorderseite wieder in den Raum zurück bläst. Somit übernimmt der Motor die Funktion des Propellers und der Rotorblätter. Die Vorteile dieser Ventilatoren sollen eine leisere Funktionsweise und der deutlich niedrigere Verbrauch an Strom sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Ventilatorkauf ist die Lautstärke. „Soll das Gerät im Schlafzimmer eingesetzt werden, sollte es auf jeden Fall leise sein“, ergänzt Cornelia Pabijan, Produktmanagerin bei der Groupe SEB. Moderne Geräte sind zwar schon um vieles leiser als ihre Vorgängermodelle, können aber dennoch eine mehr oder weniger starke Geräuschentwicklung aufweisen. Allgemein gilt: Je größer die Rotorblätter sind, desto leiser ist oftmals die Arbeitsweise. Weiterhin ist die Lautstärke abhängig von den Drehzahlen der in den Geräten verwendeten Motoren. Bei sehr hohen Drehzahlen kann ein unangenehmer Pfeifton entstehen. Durchschnittlich liegt die Lautstärke, je nach Modell und Konstruktion, zwischen 30 und 80 Dezibel.

Wer sich einen Ventilator anschafft, möchte diesen nicht nur einen einzigen Sommer lang nutzen. Er sollte möglichst mehrere Jahre seinen Dienst tun. Ebenso sollte er nach Monaten des Betriebes weiterhin mit geringer Lautstärke und zuverlässig laufen. Eine solide Verarbeitung und Leistungsfähigkeit können dabei auch günstigere Modelle bieten. Hochpreisige Geräte verfügen darüber hinaus meist über verschiedene Zusatzfunktionen und in vielen Fällen über insgesamt hochwertigere Materialien. Bei Dauereinsatz eines Ventilators spielen zusätzlich die Energieeffizienz und das Design eine wichtige Rolle. Sollte das Gerät im Winter nicht zum Einsatz kommen, ist eine einfache Reinigung ebenfalls von Vorteil.


  1. Cool down
  2. Schwenkbar oder nicht?
  3. Hintergrund: Die unterschiedlichen Modelle

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