Haus-Sanierung mit Fragen

Wie gefährlich ist Radon?

10. Oktober 2019, 17:14 Uhr | Wolfgang Hascher
Das Gas Radon kann in Kaminen oder Kabelkanälen, die durch das Haus führen, in Innenräume gelangen.
Das Gas Radon kann in Kaminen oder Kabelkanälen, die durch das Haus führen, in Innenräume gelangen.
© Team-direkt

Handwerker werden bei Haus- oder Wohnungs-Sanierungen oft mit der Frage nach der Gefährlichkeit des Edelgases Radon konfrontiert. Hier interessante Fakten, zumal auch Kabelkanäle für Elektrik, die durch das Haus führen, zur Verteilung von Radon beitragen können.

Radon stellt in Deutschland ein Problem dar: 2018 erkrankten rund 3200 Menschen an Lungenkrebs aufgrund eingeatmeten Radons. Die Radon-Freisetzung aus dem Erdreich ist dabei unterschiedlich hoch. So gibt es Gebiete die kaum belastet sind, während in etlichen Teilen Baden Württembergs, Bayerns, Sachsens und Thüringens die Belastung deutlich höher ist. In der Lunge zerfällt das Gas in seine radioaktiven Bestandteile und kann das Erbgut des sensiblen Lungengewebes dauerhaft schädigen. Ein Risiko besteht vor allem, wenn über einen längeren Zeitraum in Innenräumen Radon eingeatmet wird. Aus Böden und Gestein wird das Gas freigesetzt, ist nicht zu riechen oder zu schmecken und ist überall in der uns umgebenden Luft zu finden. An der frischen Luft verteilt sich das Gas schnell, die Konzentration ist hier sehr gering.

In Gebäuden ist die Konzentration höher, da sich das Gas hier nur langsam verdünnt. Radon gelangt beispielsweise über undichte Fundamente und Risse im Mauerwerk aus dem Boden in Kellerräume und von dort zum Beispiel über undichte Geschossdecken, Treppen und undichte Kabelkanäle auch in Stockwerke darüber, erklärt Tim Böl, Fachberater bei RentStauber (www.rentstauber.de), dem Geschäftsbereich für die Vermietung von Staubschutzsystemen.

Die Radon-Konzentration in Innenräumen kann mit Messgeräten ermittelt werden. Wo sie besonders hoch ist, hilft nur eine Radon-Sanierung. Dabei werden alle Öffnungen von Bereichen verschlossen, die den Erdboden berühren.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt ohnehin grundsätzlich, Räume regelmäßig zu lüften. Das vermindert in Gebieten mit normaler und niedriger Radon-Belastung die Radon-Konzentration bereits. Zudem kann ein vertretbare Radon-Konzentration auch durch einen Druckausgleich erreicht werden: Die Radon-haltige Luft darf nicht in bewohnte Bereiche gelangen.

Radon selbst aus der Luft zu filtern ist fast unmöglich. Ein professioneller Luftreiniger kann es allerdings schaffen, die Folgeprodukte von Radon zu filtern – insbesondere dann, wenn die radioaktiven Partikel sich an andere Aerosole binden. Da diese Zerfallsprodukte eine sehr geringe Partikelgröße haben, muss ein solcher Luftreiniger mindestens der H13-Klasse entsprechen und über einen zusätzlichem Aktivkohlefilter, der gasförmige Schadstoffe bindet, verfügen.

Geräte der Filterklasse H13 besitzen einen eingebauten HEPA 13-Filter und haben ein hohes Staubfiltervermögen mit einem Abscheidegrad von 99,95 Prozent. Sie können Partikel bis zu einer Größe zwischen 0,1 und 0,3 Mikrometer aus der Raumluft filtern. Darunter fallen auch Aerosole, kleine Schwebteilchen in der Luft. Ein solcher Luftreiniger für den Privatgebrauch ist zum Beispiel der Luftreiniger RS1 Purest Air der Team Direkt. Ein elektrisches Gebläse, welches hinter dem Filter verbaut ist, erzeugt einen Unterdruck und sorgt für den nötigen Luftdurchsatz durch den HEPA Filter. Strömt die Luft durch den Filter sorgen verschiedene physikalische Effekte, beispielsweise der Sieb- und Diffusionseffekt, dafür, dass Partikel im Filter gebunden werden, also darin haften bleiben.

Es gibt allerdings keinen Schwellenwert, an dem Radon ungefährlich ist. Die Konzentration in der uns umgebenden Luft kann nur durch verschiedenste Maßnahmen so weit wie möglich abgesenkt werden.

Weitere Informationen unter: https://www.team-direkt.de/rs-1-purest-air-fuer-gewerberaeume-und-privat-489?c=1691 und www.rentstauber.de

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