Smart Home

Videoüberwachung trotz schlechtem WLAN-Empfang

19. April 2018, 8:33 Uhr | Natalie Ziebolz
Überwachungskamera
© Blink

Die Signalstärke des WLAN schwankt innerhalb von Gebäuden oftmals stark. Smarte Überwachungssysteme sind jedoch auf eine gute und konstante Funkverbindung angewiesen – sechs Tipps damit Videobilder und Alarmmeldungen dennoch zuverlässig übertragen werden.

Moderne Überwachungs-Systeme für das Smarthome und für kleine und mittelgroße Betriebe setzen auf kabellose Kommunikation zwischen Kamera und Sync-Modul. Was in den Wohnräumen gut klappt, kann im Keller, in der Garage, dem Garten- oder Ferienhaus schon schwierig werden: WLAN-Empfang bereit stellen. Die Gründe hierfür reichen vom Standort des WLAN-Routers, der zu weit entfernt oder ungünstig gewählt ist, über Stahlbetonwände, die das Signal blockieren, bis hin zu Fenstern und Spiegeln, die Funkwellen empfindlich stören können – oder es gibt überhaupt keinen Internetanschluss am Kamera-Standort.

Um auch in diesen Fällen dennoch einen guten Empfang zu gewährleisten, helfen oft schon kleine Änderungen oder ein bisschen Technik. Diese Optionen gibt es:

Tipp 1: Manchmal entspricht der Wunsch-Standort der Überwachungskamera nicht dem optimalen Standort. In diesem Fall reicht es häufig schon, den Kamerastandort ein bisschen zu variieren, um Verbesserungen zu bewirken – alternativ kann der Router einen neuen Standort bekommen. Manchmal hilft es zudem, einen Spiegel umzuhängen oder einen Schrank oder ein Regal zuverrücken, besonders, wenn diese aus Metall sind.

Tipp 2: Wer nicht viel probieren sondern vorab die Signalqualität vor Ort wissen will, kann sie mit einer App auf dem Smartphone an verschiedenen Stellen messen und so das Funksignal genau beurteilen. Anschließend lässt sich der geeignete Kamerastandort bestimmen.

Tipp 3: Befindet sich der Router im selben Gebäude wie die Kamera, können WLAN-Repeater helfen, das Funksignal zwischen Router und Kamera zu verstärken. Ist die Entfernung weiterhin zu groß und damit das Signal zu schwach, können mehrere Repeeater im Daisy-Chain-Prinzip angeordnet werden. Ähnlich wie die Blumen einer Gänseblümchen-Kette werden die Hardware-Komponenten hierbei in Serie miteinander verbunden.

Tipp 4: Befinden sich Router und Kamera im selben Stromnetz, sind Powerline-Adapter eine gute Lösung. Sie vernetzen das Haus beziehungsweise die Wohnung über die Stromleitung. Hierfür wird ein Powerline-Adapter in eine Steckdose nahe des Routers eingesteckt und via LAN-Kabel mit diesem Verbunden. Der zweite Adapter wird dort gesetzt, wo das Internet gebraucht wird – also in der Nähe der Kamera. Am besten wählt man in Kameranähe gleich einen Powerline-Adapter mit integriertem WiFi-Modul.

Tipp 5: Wenn gar kein Router-Signal zur Verfügung steht oder kein Internetzugang vorhanden ist, zum Beispiel in Ferienhäusern oder dem Schrebergarten, können Überwachungskameras mithilfe eines LTE-fähigen (Modem-)Routers trotzdem eingesetzt werden. Dieser stellt via LTE den Zugang zum Internet her und macht dieses via WLAN für andere Geräte verfügbar.

Tipp 6: Wer ein ausrangiertes 3G-fähiges Smartphone besitzt, kann dieses zu einem WLAN-Hotspot umfunktionieren. Damit ein günstiger und ausreichender Datentarif gewählt werden kann, sollte jedoch zunächst geprüft werden, welches Datenvolumen voraussichtlich für den Betrieb der Kamera notwendig ist. Manche Mobilfunkanbieter haben sogar spezielle Datenpakete im Angebot, die ohne Telefonie, SMS und MMS auf den Markt kommen und für genau solche Zwecke gedacht sind. Sie sind oft preiswerter und helfen trotzdem dabei für mehr Sicherheit zu sorgen.

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