Smart Building

Intelligente Gebäude mit KNX

20. Januar 2016, 13:04 Uhr | Thomas Hammermeister, PR Manager bei Schneider Electric
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Vor kurzem erst feierte der weltweite Standard für die Haus- und Gebäudesystemtechnik "KNX" sein 25-jähriges Jubiläum. Bei seiner Einführung ging es darum, die klassische Elektroinstallation mit Bussystemen zukunftsfähig zu machen. Der Weitblick der KNX Association zahlte sich dabei aus. Heute spielt der Standard in wichtigen Bereichen wie dem Smart-Home, dem Internet der Dinge und der Energiewende eine Schlüsselrolle.

Dass KNX damals wie heute der Standard der Wahl für die leistungsstarke Gebäudeautomatisierung ist, liegt auch an seinen umfassenden Einsatzmöglichkeiten. So lassen sich über ihn verschiedene Gewerke wie die Installationstechnik, die Bereiche Heizung-Lüftung-Klima, Sicherheit, Haushaltsgeräte und Audio-/Video-Anwendungen zusammenführen. Gleichzeitig ermöglicht die Vernetzung über IP-Technik weitere Anwendungen.

Dabei ist die eigentliche Installation relativ einfach vorzunehmen und lässt sich auf verschiedene Arten realisieren. Die Verkabelung von KNX erfolgt üblicherweise in Linienstruktur. Durch beliebige Verzweigungen ergibt sich eine freie Baumstruktur. Dazu werden Twisted-Pair-Leitungen, also 2-Draht-Steuerleitungen, verlegt. Der KNX-Bus versorgt die Geräte zugleich mit 29 Volt Gleichspannung.

Beim KNX-System sind das Stromnetz und das Steuerungsnetz voneinander getrennt. Zwischen Verbrauchern wie Heizungssteuerungen, Lampen und Fensteröffnern wird ein Steuerungsgerät geschaltet, der Aktor. Dieser ist mit dem KNX-Bus verbunden und erhält seriell übertragene Datenpakete, die so genannten Telegramme. Enthält ein solches Telegramm den Befehl, dem Verbraucher Spannung zuzuführen, so schaltet er über ein Relais die Netzspannung an das Gerät durch. Als Lieferanten für Telegramme kommen zum einen Sensoren in Frage. Diese können im KNX-System selbst die Steuerung übernehmen und zum Beispiel bei einem bestimmten Temperatur- oder Helligkeitswert einen Aktor an der Heizung oder den Jalousien schalten. Zum anderen kann ein Computer als zentrale Schnittstelle die Telegramme auf den Weg bringen. Etwa, nachdem ihn verschiedene Sensorinformationen erreicht haben oder im Rahmen einer vorprogrammierten Zeitschaltung.

Bei vielen aktuellen KNX-Systemen sind Gebäudemanagementlösungen im Einsatz. Angebote wie „U.motion“ ermöglichen die Verbindung von KNX-Funktionen, der Türkommunikation, IP-Kameras, VoIP-Telefonen und vielen weiteren Lösungen. Dabei geschieht die Steuerung unter anderem über Touch-Panels, die es in verschiedenen Größen, von der Variante mit 7 Zoll bis zum 15-Zoll-Gerät, gibt. Je nach Umfang der KNX-Installation lassen sich dazu verschiedene Servervarianten wählen.

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