Smart-Building & Smart-Home

Erfolgsfaktoren für das "smarte" Geschäft

12. November 2015, 12:52 Uhr | Thorsten Pick, Vitec Imago
© Ruslan Grumble

Rosigen Umsatzprognosen für die beiden Komplementärmärkte Smart-Home und Smart-Building stehen aktuell noch Einstiegshürden und Fallstricke für willige Händler entgegen. Sie müssen nicht nur auf die langfristig marktfähigen Produkte setzen, sondern sich selbst ebenso effektiv vernetzen wie die Lösungen, die sie verkaufen wollen.

Die beiden Marktsegmente Smart-Home und Smart-Building stehen für zwei Seiten der Medaille, deren Wert sich über die intelligente Vernetzung verschiedener Gebäudegewerke bemisst. Welchen Wert hat dieser Markt, dem Experten ein hohes Wachstum attestieren aber für den Handel? Sieht man sich aktuelle Prognosen an, so scheint er sich eine neue und gleichzeitig nachhaltige Umsatzquelle erschließen zu können. So soll sich der deutsche Smart-Home-Markt laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC bis 2030 verzehnfachen. Ähnlich beeindruckend sind die Zahlen für den Smart-Building-Sektor, der gemäß den Marktforschern von Marketsand Markets bis 2020 jedes Jahr im Schnitt um 38 Prozent auf weltweit über 36 Milliarden US-Dollar zulegen soll.

Klar, dass da manche Händler, darunter nicht nur traditionelle Kandidaten wie Elektrogroßhandel, SHK (Sanitär, Heizung, Klima)-Handel oder Systemintegratoren für Gebäudeautomation und Elektrotechnik, zurzeit den Markteinstieg erwägen. Aber Vorsicht! Das Wachstum wird nicht jeden Händler in gleichem Umfang ereilen. Auch hier bedarf es der richtigen Strategie, die sich in der Wahl der richtigen Systeme dokumentiert. Und das sind nicht die proprietären Systeme, die es zurzeit insbesondere im Smart-Home-Bereich gibt. Das sind vielmehr Systeme, die auf offenen, normierten Standards basieren und darüber eine Interoperabilität, Skalierbarkeit und letztendlich intelligente Gewerkeintegration ermöglichen. Zu nennen sind hier Kommunikationsstandards wie KNX und Modbus oder Enocean, Zigbee und Z-Wave als Funktechnologien. Denn wirklich „smart“, sprich intelligent, sind künftig nur solche Lösungen, die zum Beispiel sämtliche Informationen oder Gebäudegewerke – Elektrik, Heizung, Lüftung und Sicherheit – auf IP-Ebene bündeln und auf einem zentralen Bediengerät, wie einem Tablet oder Smartphone, kontrollier- und steuerbar machen.

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  2. Das Problem proprietärer Lösungen

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