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Zuschüsse für Wärmepumpen

18. Juni 2020, 10:19 Uhr   |  Lukas Steiglechner

Zuschüsse für Wärmepumpen
© Wärme+/Stiebel Eltron

Förderkonditionen des Staates sehen vor, dass bei einem Heizungstausch die neue Heizung gefördert wird, sollte diese mit erneuerbaren Energien heizen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt die Fördergelder im Rahmen des Programms "Heizen mit erneuerbaren Energien".

Das BAFA bietet mit seinem Förderprogramm Sanierern die Möglichkeit, ihren Heizungstausch bezuschussen zu lassen. Sollte die neue Heizungsanlage erneuerbare Energien nutzen, wie beispielsweise Wärmepumpen, kann ein Zuschuss beantragt werden. In manchen Fällen kann dieser Zuschuss sogar bis zu 45 Prozent der Investitionskosten abdecken.

Den höchsten Zuschuss von 45 Prozent bekommen Sanierer, die eine Ölheizung gegen eine Heizanlage tauschen, die erneuerbare Energien nutzt. Allerdings darf der Austausch dabei nicht unter die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht gemäß § 10 der Energieeinsparverordnung fallen. Der Austausch einer Gasheizung wird ebenfalls mit 35 Prozent bezuschusst. Die Fördermaßnahmen achten dabei nicht nur auf die eigentlichen Anschaffungskosten, sondern berücksichtigen auch die Kosten der Installation und der Inbetriebnahme. Des Weiteren werden für die Förderungen Aspekte wie erforderliche Umfeldmaßnahmen wie die Deinstallation und Entsorgung der Altanlage, der Austausch von Heizkörpern sowie die Installation von Puffer- und Warmwasserspeichern berücksichtigt. Sogar die Kosten für die Erschließung der von der Wärmepumpe genutzten Energiequelle, beispielsweise eine Erdwärmesondenbohrung, gehören zu den geförderten Maßnahmen. Pro Wohneinheit können in Wohngebäuden maximal 50.000 Euro als förderfähige Kosten anerkannt werden. Die staatliche Förderung muss dabei vor Projektbeginn beantragt werden. Die BAFA-Förderung kann zusätzlich auch mit anderen Fördermaßnahmen wie zum Beispiel Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau kombiniert werden.

Die Fördermaßnahmen sollen vor allem die Installation energieeffizient arbeitender Heizungsanlagen vorantreiben. Björn Busse von der Initiative Wärme+ stellt hier fest: "Gut jede zweite Heizung in deutschen Wohnhäusern arbeitet nicht ausreichend effizient, da sie älter als 20 Jahre ist." Eine Wärmepumpe nutzt für die Hauswärmeversorgung die Umweltwärme, die in Erde, Luft oder Wasser gespeichert ist. Dadurch werden Energieressourcen geschont und CO2-Emissionen reduziert. Dabei eignet sich eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe besonders bei der Modernisierung von Bestandsbauten. Für diese muss nämlich die Wärmequelle nicht durch Grabungen oder Bohrungen erschlossen werden und kann auch im Freien aufgestellt werden.

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