Miele

Umsatzwachstum trotz fehlender Halbleiter

16. März 2022, 15:00 Uhr | Sabine Narloch
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Mit einem weltweiten Umsatzplus von 7,5 Prozent konnte die Miele Gruppe das Geschäftsjahr 2021 abschließen – trotz anhaltender Engpässe bei den Halbleitern. Zusammen mit den Umsatzzahlen vermeldete das Unternehmen einen Lieferstopp von Geräten nach Russland.

In Euro bezifferte Miele laut Unternehmensangaben seinen weltweiten Umsatz mit 4,84 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2021. Dies seien 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

So seien trotz Störungen in den weltweiten Lieferketten und insbesondere bei den Halbleitern so viele Geräte produziert und verkauft worden wie jemals zuvor in der 123-jährigen Unternehmensgeschichte. Auch für das neue Jahr sehe es gut aus, so sei der Auftragsbestand ebenfalls so hoch wie nie.

Vor allem Osteuropa, China und die USA hätten überproportionale Beiträge geleistet und den Umsatzzuwachs im Jahr 2021 befeuert. In Deutschland hat Miele 1,39 Mrd. Euro Umsatz erzielt und damit 5,1 Prozent hinzugewonnen.

Trotz Halbleiter-Zulieferengpässe habe sich der Umsatz in allen Produktgruppen durchweg positiv entwickelt. Dies gelte insbesondere für Kühlgeräte, Kochgeräte und Geschirrspüler, aber auch für Produkte der Wäsche- und Bodenpflege sowie bei der Kaffeezubereitung.

Auch bei der Beschäftigtenzahl ist ein Plus zu verzeichnen: Ende 2021 arbeiteten demnach weltweit 21.921 Menschen für die Miele Gruppe, das seien 977 oder 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr und auch mehr als jemals zuvor. In Deutschland seien es aktuell 11.397 Beschäftigte und damit 331 oder 3,0 Prozent mehr als Ende 2020.

Wachstum auch bei „Professional“

Auch die Business Unit Professional habe im Geschäftsjahr 2021 mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Der Zuwachs lag bei 6,2 Prozent. Damit habe dieses Unternehmenssegment mit den Produktbereichen Wäschereitechnik, professionelles Geschirrspülen sowie Medizin- und Labortechnik rund 14 Prozent zum Gesamtumsatz beigetragen.

Positive Impulse seien dabei insbesondere durch den neuen mobilen Luftreiniger „Miele AirControl“ gekommen sowie vom Laborbereich und von der Wäschereitechnik. Hier konnten demnach die Kleingewerbemaschinen („Kleine Riesen“) und die neue Gerätereihe „The New Benchmark Machines“ Akzente setzen. Ein zusätzlicher Komfortgewinn soll von der ebenfalls im vergangenen Jahr gestarteten Vernetzungsplattform „Move“ ausgehen, mit der sich bei den gewerblichen Waschmaschinen und Trocknern die Prozesse kontrollieren und dokumentieren lassen und auch die Software der Maschinen immer auf dem neuesten Stand gehalten werden kann.
(Siehe Bericht in der Printausgabe der Smarthouse Pro 1/2022, Seite 28/29)

Russlandgeschäft liegt derzeit auf Eis

Die Perspektiven für den weiteren Verlauf des Jahres werden von den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt sein. Dort wie auch in Russland sei der Anbieter für Haus- und Gewerbegeräte mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten.

Die Miele Gruppe habe laut eigenen Angaben die Lieferung von Geräten nach Russland mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres komplett eingestellt. Davon ausgenommen seien jedoch Produkte für die medizinische Versorgung, soweit diese nicht von Sanktionen erfasst sind.

Die eigenen Shops (Miele Experience Center) und der Webshop seien bereits geschlossen worden und die Investitionen in den Markt eingefroren.

Die Arbeitsplätze der mehr als 230 MitarbeiterInnen wie auch deren Bezahlung sollen für mindestens sechs Monate erhalten bleiben.


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