Sanitär- und Heizungsbauerhandwerk

Umsatzplus in 2021 trotz Pandemie

23. Februar 2022, 12:00 Uhr | Sabine Narloch
Schmuckbild Umsatzsteigerung
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Trotz Corona konnte das Sanitär- und Heizungsbauerhandwerk im Jahr 2021 ein Umsatzplus verbuchen. Nach Schätzung des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) liegt es bei 5,4 Prozent im Vorjahresvergleich.

Die Sanitär- und Heizungsbauerbranche ist krisenfest durch das Jahr 2021 gekommen. So wurden laut den Kennzahlen für den wirtschaftlichen Erfolg des Sanitär- und Heizungsbauerhandwerks 929.000 Wärmeerzeuger installiert und 1,2 Millionen Bäder gebaut. Demnach haben 49.000 Betriebe mit insgesamt 392.500 Beschäftigten  einen Umsatz von 52,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. In dem vom ZVSHK geschätzten Umsatzplus von 5,4 Prozent zum Vorjahr sind auch Umsatzzuwächse der Gewerke Klempner, Behälter- und Apparatebauer sowie der Ofen- und Luftheizungsbauer enthalten.

Zum guten Ergebnis beigetragen habe, dass trotz Pandemie der Baustellenbetrieb weiterlaufen konnte. „Unter Einhaltung strengster Hygienevorschriften konnten und durften die SHK-Betriebe weiterarbeiten“, so Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK. „Auch wenn wir in der zweiten Jahreshälfte mit einigen Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatten, haben wir klar davon profitiert, dass die Menschen auch im zweiten Corona-Jahr in die Wertsteigerung ihrer Immobilie investiert haben.“ Hilpert verweist dabei explizit auf die starke Nachfrage beim Bäderbau. So seien von den 1,2 Millionen installierten Bädern mehr als die Hälfte barrierefrei und altersgerecht ausgelegt worden. Bei der Modernisierung der Heizungsanlagen hätten die von der alten Bundesregierung auf den Weg gebrachten Förderprogramme ihre Wirkung gezeigt.

Kritisch sei der zunehmende Fachkräftebedarf zu sehen. In der jüngsten Umfrage des ZVSHK aus dem Winter 2021/22 haben die SHK-Betriebe 68.000 offene Stellen gemeldet, davon 41.000 an fehlendem technischen Personal. Zudem dürfe die Weiterbildung und -qualifizierung nicht zu kurz kommen. „Neue Heiztechnologien, wie etwa die Einbeziehung von Wasserstoff oder auch die immer smarter werdende Gebäudetechnik unter Einbindung elektrotechnischer Komponenten verlangen nach grundlegenden Schulungsmaßnahmen für die Beschäftigten und das konsequent über das ganze Berufsleben hinweg“, erläutert Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK.

Die Zahl der Auszubildenden über alle Gewerke wuchs entgegen dem allgemeinen Trend von 35.000 auf 38.800, wobei die Anlagenmechaniker SHK mit 37.300 die größte Gruppe stellen.

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