Energieeffizienz und -management

Tado übernimmt Awattar

Tado übernimmt Awattar, Januar 2022
Die Kombination der Technologien der Anbieter Tado und Awattar soll für mehr erneuerbare Energie auf dem europäischen Energiemarkt sorgen.
© Tado / Awattar

Raumklima-Management-Spezialist Tado hat die Übernahme von Awattar bekannt gegeben. Das Technologieunternehmen ermöglicht durch zeitvariable Tarife eine Verlagerung des Stromverbrauchs. Tado plant künftig weitere Übernahmen, um eine Konsolidierung im schnell wachsenden Energiemarkt zu erreichen.

79 Prozent des Energieverbrauchs der Haushalte entfallen auf Heizung und Warmwasser. Tado („tado°“ nach Unternehmens-eigener Schreibweise) will die Energiewende nutzen, um die Elektrifizierung der Heizung weiter voranzubringen. Da erneuerbare Energien, vor allem aus Sonne und Wind, dabei auf dem Vormarsch seien, wüden die Strompreise immer volatiler. Die intelligente Technologie von Tado verlagere nach Angaben des Anbieters den Wärmeverbrauch hin zu günstigeren Zeiten. Kombiniert mit den zeitvariablen Tarifen von Awattar („aWATTar“ nach Unternehmens-eigener Schreibweise) hätten Nutzer die Möglichkeit, ihre Energiekosten zu senken und gleichzeitig den gewohnten Komfort beizubehalten.

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Vom Heizen und Kühlen bis hin zu Elektroautos und Solaranlagen

Die Plattform für Heizen und Kühlen von Tado ist mit 18.000 Heizsystemen von 900 Herstellern kompatibel. Das Herzstück dieser Technologie bilden die Algorithmenentwicklung sowie die Erfahrungen mit weltweiten Nutzern aus mehr als zehn Jahren, so Tado.  Awattar hat bereits Integrationen mit OEMs aus der Elektrofahrzeug- und Photovoltaikindustrie entwickelt. Mit der Übernahme werde Tado zu einer wichtigen Technologie-Plattform, die den Energieverbrauch der Kunden automatisch und über verschiedene Anwendungen hinweg auf Zeiten niedriger Preise verlagern könne.

Erneuerbare Energie für Europa

Christian Deilmann, Tado
Christian Deilmann, Tados Mitgründer und CPO: „Das Team von Awattar hat ein starkes technologisches Fundament aufgebaut. Die zeitvariablen Tarife ermöglichen algorithmischen Handel und Abrechnung nicht nur für das Heizen, sondern auch für das Laden von Elektrofahrzeugen und Photovoltaik-Anwendungen."
© Tado

Das derzeitige Energiesystem in Europa kann laut Tado nur eine begrenzte Menge an erneuerbaren Energien aufnehmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Mit der Kombination der Technologie von Tado und Awattar werde die zu 100 Prozent grüne Energie durch Lastverschiebung intelligent gesteuert. Dies verleihe dem Energiesystem mehr Flexibilität und erhöhe den Anteil an erneuerbaren Energien in ganz Europa.

Tados Mitgründer und CPO, Christian Deilmann, sagt: „Die Technologien von Awattar bieten den Kunden einen großen Mehrwert. Wir freuen uns, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um eine bessere Energiezukunft in Europa zu schaffen – Energie, die im Einklang mit der Natur steht und genutzt wird, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint."

Awattars CEO Simon Schmitz sagt: „Wir sind schon seit langem große Fans von Tado. Beide Unternehmen teilen die Vision einer intelligenten und dezentralen Energiewelt. Wir freuen uns sehr, dass wir Awattar über die Partnerschaft mit Tado auf das nächste Level bringen können. Es ist genial zu sehen, wie die intelligenten Thermostate von Tado den Energiebedarf in unseren zeitvariablen Tarifen verändern können. Wir können es kaum erwarten, diese Technologien gemeinsam für unsere Kunden weiterzuentwickeln.”

Auf dem Weg zur digitalen Plattform für Energieeffizienz und -management

Tado arbeitet nach eigener Aussage bereits mit einer Vielzahl an OEMs sowie zwölf der 20 größten Energieunternehmen in Europa zusammen, darunter Eon, Engie, Octopus, Ovo, Total, Shell, Naturgy, Vattenfall, EDF, Iberdrola, SSE und Eni. Die neuen Angebote werden allen bestehenden sowie neuen Tado-Partnern zur Verfügung stehen. Beim Übergang zur vollumfänglichen digitalen Plattform für Energieeffizienz und -management plant Tado die Übernahme weiterer Unternehmen aus dem Energiebereich, um eine Konsolidierung in diesem schnell wachsenden Markt zu erreichen. Die Awattar-Gründer Simon Schmitz (CEO) und Peter Netbal (CTO) werden als Geschäftsführer der Awattar GmbH und als neue Tado-Gesellschafter das Awattar-Geschäft weiterhin voranbringen.


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