Smart Home Monitor 2021

Status quo der Hausautomation in Deutschland

11. Januar 2021, 14:57 Uhr | Antje Müller
cheskyw-123rf
© cheskyw-123rf

Schlaue Technologien wie Sprachassistenz oder intelligente Hausautomation werden immer selbstverständlicher im Alltag deutscher Haushalte. Ergebnisse des Smart Home Monitors 2021 zeigen, dass Komfort und Sicherheit nach wie vor zu den Haupttreibern für die Anschaffung zählen.

Hausautomation und smarte Geräte wie Anwendungen werden bewusst in alltägliche Abläufe integriert, so ein Ergebnis des Smart Home Monitors 2021. Dabei drängen nicht nur etablierte Hersteller wie Amazon und Google auf dem Markt, um Kunden zu gewinnen, sondern auch Startups. Schon in den Vorjahren 2017 und 2019 zeichnete sich, laut Splendid Research ein “unübersichtlicher, elektrischer Markt” ab, “der für potenzielle Nutzer wie auch Marktteilnehmer selbst oft schwer zu überblicken war.” Zur Orientierung stellt der diesjährige Report erneut Fakten zur Verfügung, um Marktentwicklungen nachzuvollziehen und Bereiche mit Potenzial für Smart-Home-Anwendungen offenzulegen.

Komfort und Sicherheit nach wie vor Haupttreiber

Immerhin 40 Prozent der Deutschen nutzen zumindest eine Smart-Home-fähige Anwendung. Davon können, im Rahmen der Verknüpfung mehrerer Anwendungen zu einem System, 18 Prozent als echte Nutzer ausgewiesen werden. Über drei Viertel der Befragten (82 %) stuft das Marktforschungsinstitut als einfache Nutzer ein, die ein oder mehreren Anwendungen ohne erkennbare Systemlogik einsetzen. Demgegenüber lehnt ein Fünftel (22 %) Smart Home aktuell noch kategorisch ab.

 

Anbieterkompass Anbieter zum Thema

zum Anbieterkompass
Splendid Research
Kernergebnisse des Smart Home Monitor 2021
© Splendid Research

Warum sich in Zukunft für die Nutzung von Smart-Home-Anwendungen entschlossen wird und für etwas mehr als ein Drittel der Bundesbürger (38 %) Interesse besteht, erklären die zentralen Nutzungstreiber. So können sich über die Hälfte (56 %) der Befragten nach wie vor einen zusätzlichen Komfort durch Smart-Home-Geräte vorstellen. Weiterhin spielen auch die zusätzliche Sicherheit (44 %) und sinkende Heiz-/Stromkosten (42 %) eine große Rolle. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Tendenz unter den jeweiligen Anschaffungsgründen jedoch leicht rückläufig, insbesondere im Bereich Sicherheit. Viele Befragte haben noch Sorge um ihre Privatsphäre (45 %) und benennen Angst vor Hacker-Attacken (34 %). Für über die Hälfte der Befragten (52 %) erscheint die Anschaffung noch zu teuer. Ablehner von Smart-Home-Anwendungen lassen sich nur schwer von besonderen Nutzungsaspekten überzeugen. Allerdings zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine höhere Befürwortung, wenn der Einstiegspreis sinkt (2020: 23 %, 2019: 20 %), der Datenschutz garantiert wird (2020: 20 %, 2019: 19 %) und insbesondere auch Anwendungstests im Vorfeld (2020: 14 %, 2019: 8 %) bereitstehen.


  1. Status quo der Hausautomation in Deutschland
  2. Zentrale Anwendungsbereiche für Smart Homes

Verwandte Artikel

WEKA FACHMEDIEN GmbH