Gastkommentar von Allterco

Smart Home Devices: Retter in der Energiekrise

30. November 2022, 7:00 Uhr | Autor: Wolfgang Kirsch / Redaktion: Diana Künstler
Energie Smart Home
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Der Winter steht vor der Tür, Öl und Gas sind knapp und die Inflation treibt die Energiepreise in die Höhe. Die gute Nachricht: Sparsamkeit bedeutet nicht, gänzlich auf Komfort verzichten zu müssen. Es braucht lediglich die richtigen Lösungen für ein modernes, effizientes Energiemanagement.

Wolfgang Kirsch von Allterco
Wolfgang Kirsch, CEO von Allterco Deutschland, über die wichtige Rolle von Smart Home Devices
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Jeder vergisst hin und wieder, Lichter auszuschalten, wenn er einen Raum verlässt und sich durch die Wohnung bewegt. Ähnliches gilt für die Heizung: Nicht selten läuft sie stundenlang, selbst wenn wir die Wohnung für einige Stunden verlassen. Schließlich wollen wir im Winter in ein wohlig-warmes Zuhause zurückkehren.

Wir stecken jedoch inmitten einer Energiekrise, deren Ende nicht abzusehen ist. Diese vermeintlichen Kleinigkeiten summieren sich mit der Zeit und führen zu einem unnötigen, vermeidbaren Energieverbrauch. Viele können sich diese Nachlässigkeit buchstäblich bald nicht mehr leisten.

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Die größten Sparpotenziale

Laut des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz verbrauchen die 41 Millionen Haushalte hierzulande jährlich etwa rund 670 Terawattstunden Energie. 85 Prozent davon fallen allein für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung an. Die verbleibenden 15 Prozent teilen sich auf Licht und andere Elektronik auf – allem voran: Computer, Fernseher, Wasch- und Trocken- sowie Kühl und Gefriergeräte.

Die Zahlen verdeutlichen, wie dringlich die Lage ist. Es ist Zeit, den eigenen Konsum runterzuschrauben und somit die persönlichen (und weitreichenderen) Auswirkungen der laufenden Energiekrise einzudämmen. Das schont nicht nur das Portemonnaie, sondern auch den Ressourcen-Pool und die Umwelt. Dafür müssen Haushalte in der Lage sein, ihren Verbrauch einzusehen, um einen Überblick über die schlimmsten Energieverschlinger zu bekommen, und diesen im Anschluss selbstständig und intelligent zu managen. Smart Home Devices können genau das und sind daher praktische Lösungen, um ohne viel Zutun Energie zu sparen.

Wo und wie lässt sich smart sparen?

Smart Home Devices für das Energiemanagement kommen in unterschiedlichen Formen daher. So lassen sich beispielsweise ein konfigurierbarer Stecker zwischen Steckdose und Elektrogerät einsetzen. Anwender können ihren Verbrauch auch über ein Relais managen, das zum Beispiel in Unterputzdosen oder den Sicherungskasten eingebaut wird. Zudem können sie sowohl die Stromfresser als auch praktische Sensoren oder sogar das WLAN mit den Smart Home Devices verbinden, um den Energiefluss automatisch und intelligent zu steuern.

Heizung
Beim Heizen lautet die Devise: Der bedarfsorientierte Konsum sollte den Dauereinsatz aller Heizvorrichtungen ablösen. Sprich: Wer sich nicht in einem bestimmten Zimmer aufhält oder gar nicht zu Hause ist, muss die entsprechenden Räumlichkeiten auch nicht permanent auf über 25 Grad heizen. Verbraucher verhalten sich zudem verschwenderisch, wenn sie Räume lüften, obwohl die Heizung auf Hochtouren läuft. Abhilfe schaffen hier intelligente Thermostate, die an ein Smart-Home-System angeschlossen sind. Sie messen und regeln die Raumtemperatur, wenn keine Beheizung notwendig ist. Außerdem erkennen sie, sobald man Fenster zum Lüften öffnet und senken automatisch die Temperatur, sodass keine Energie verschwendet wird.

Beleuchtung
Stromsparende Glühbirnen sind ein Weg, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Ein anderer ist der Einsatz von Smart Home Devices. Verbindet man diese zum Beispiel mit zusätzlichen Sensoren wie Bewegungsmeldern, erkennen sie, wenn jemand einen Raum betritt oder wieder verlässt. Das Gerät schaltet dementsprechend die angeschlossene Beleuchtung automatisch an oder aus. Das System stellt so sicher, dass die Beleuchtungsvorrichtung keinen Strom verbraucht, falls jemand mal vergisst, den Lichtschalter zu betätigen.

Klein- und Großgeräte im Stand-by
Sind Fernseher, Kaffeemaschine und Co. nicht im Einsatz, warten sie im Stand-by-Modus darauf, dass ihr Besitzer Lust auf einen Kaffee bekommt oder der Filmeabend beginnt. Viele glauben irrtümlich, dass die Geräte in diesem Fall gar keinen Strom verbrauchen. Das stimmt nicht ganz: Auch wenn es sich dabei nicht um das gleiche Volumen wie bei eingeschalteten Geräten handelt, addiert sich der Stand-by-Verbrauch im Haushalt stetig. Eine zwischengeschaltete intelligente Steckdose verhindert, dass der Strom selbst während des Nicht-Gebrauchs weiterfließt.

Dass die Integration von Smart-Home-Lösungen für größere Gebäuden eine Möglichkeit liefert, Energie zu sparen, zeigt eine aktuelle Testinstallation bei einer bulgarischen Bank. Dort konnte durch den Einsatz von Smart-Home-Installationen 30 Prozent eingespart werden. Mithilfe von smarten Steckdosen sowie Bewegungs- und Wärmesensoren, die mit einem Smart-Home-System verbunden sind, erhalten Verbraucher die Kontrolle über ihr Energiemanagement. Dadurch können sie einem unnötigen Verbrauch von ohnehin knapp verfügbarer Energie vorbeugen und leisten gleichzeitig ihren Beitrag auf dem Weg zu einer klimaneutralen, nachhaltigen Zukunft.

1 https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Navigation/DE/Thema/energiespartipps.html


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