Bitkom-Studie

Smart Home als Chance für das Handwerk

19. September 2022, 8:25 Uhr | Diana Künstler
Schmuckbild Elektrohandwerk
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Bereis ein Drittel der NutzerInnen kauft Smart-Home-Anwendungen beim Handwerksbetrieb. Das geht aus einer Befragung des Bitkom hervor. Demnach eröffne der Smart-Home-Trend dem Handwerk neue Geschäftsfelder. Sich mit Installation und Wartung von komplexeren Lösungen zu befassen, sei anzuraten.

Smarte Thermostate, smarte Lichtsysteme, intelligente Rollläden oder Markisen: Handwerksbetriebe sind für die Menschen in Deutschland ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um die Anschaffung von Smart-Home-Technologien geht. Schon mehr als ein Drittel der NutzerInnen (36 Prozent) haben ihre Anwendungen direkt beim Installations- beziehungsweise Handwerksbetrieb gekauft. 2020 waren es erst 14 Prozent. 48 Prozent sind für den Kauf einer Smart-Home-Anwendung zum Fachhandel gegangen, etwa für die Bereiche Heiztechnik oder Sicherheit. Auch hier gab es einen deutlichen Anstieg gegenüber 2020, als es noch 19 Prozent waren. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.315 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde. Dabei wurde gefragt: „Wo haben Sie Ihre Smart-Home-Anwendungen gekauft?“

Insgesamt nutzen 43 Prozent der Menschen in Deutschland demnach Smart-Home-Technologien. Am weitesten verbreitet sind intelligente Lampen und Leuchten, die 36 Prozent bereits in ihrem Haushalt nutzen. Ein Viertel (25 Prozent) hat smarte Heizkörperthermostate verbaut und ebenso viele (25 Prozent) eine smarte Videoüberwachung. „Der Smart-Home-Trend eröffnet dem Handwerk viele neue Geschäftsfelder. Häuser und Wohnungen werden mit smarten Technologien energieeffizienter, sicherer und komfortabler“, sagt Klaas Moltrecht, Bitkom-Experte für das Smart Home. „Die Gewerke in diesem Bereich sollten sich unter anderem mit Installation und Wartung von komplexeren Smart-Home-Lösungen befassen.“

Die Mehrheit der NutzerInnen sucht für die Anschaffung von Smart-Home-Technologie nach wie vor Elektronikgroßhändler wie Saturn oder Media Markt auf (53 Prozent). 28 Prozent haben entsprechende Geräte bei Online-Versandhändlern wie Amazon oder Otto gekauft – und 15 Prozent bei Herstellern von Computern und Smartphones. 13 Prozent haben ihre Anwendungen bei Stromversorgungsunternehmen gekauft, die in der Regel Smart-Home-Lösungen aus dem Bereich Energie anbieten. Lediglich ein Zwanzigstel (5 Prozent) war dafür beim Discounter.

Noch mehr Zahlen zum Smart-Home-Trend in Deutschland liefert ein neuer Studienbericht des Bitkom1. In fünf Kapiteln werden die Ergebnisse der Smart-Home-Studie 2022 vorgestellt, darunter Zahlen zur Nutzung von Smart-Home-Anwendungen, zur Anschaffung und auch zu den Hürden, die mitunter bestehen. Ein besonderer Fokus wird auf das Thema Energieeffizienz gelegt.

1 https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Das-intelligente-Zuhause-Smart-Home-2022

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