Energieeffizienz

Single-Use-Case: Homeoffice


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Smartes Paket für das Homeoffice

Im Homeoffice können aber WLAN- oder Smart Home-Zwischenstecker eine gute Lösung sein. So lassen sich darüber Geräte nach den eigenen Anforderungen vom Netz nehmen. Ist bereits eine Smart-Home-Ausstattung vorhanden, können mit einem voreingestellten Homeoffice-Szenario Licht, Computer und Heizung gestartet und am Abend wieder abgeschaltet werden. Ein spezielles Paket für das smarte Homeoffice bietet der Hersteller Rademacher an. Darin enthalten sind Produkte für alle relevanten Gewerke: ein Heizkörper-Stellantrieb, der die Heizung zu festen Zeiten an- und ausschaltet; ein Zwischenstecker, über den sich elektrische Verbraucher wie Schreibtischlampen per Funk steuern lassen – entweder über eine Smart-Home-App oder einen Sprachbefehl an Amazon Alexa. Auch ein Amazon Echo Dot ist inkludiert, über den sich die Playlist oder ein Radiosender einschalten lässt. Über Alexa können zudem Routinen eingerichtet werden. Beispielsweise gehen dann morgens Licht und Heizung automatisch an und das Radio schaltet sich ein.

Der Stromverbrauch der Geräte könne allerdings mit den im Paket enthaltenen Produkten nicht gemessen werden, wie Holger Ruban, Chief Commercial Officer bei Rademacher, gegenüber Smarthouse Pro erklärt. Doch durch smarte Heizkörperstellantriebe „lassen sich im Jahr zwischen zehn und 30 Prozent Heizkosten sparen“, schätzt Ruban.

Unterbinden lässt sich aber der Standby-Modus: „Selbst wenn Laptop, Drucker und Co. also gerade nicht benutzt werden, verbrauchen diese im Standby-Modus trotzdem Strom“, so der Chief Commercial Officer von Rademacher. „In diesem Zustand scheint jedes einzelne Elektrogerät mit sechs bis fünfzehn Watt nicht viel Energie zu benötigen, doch zusammengenommen und über ein Jahr betrachtet, ergibt sich ein nennenswerter Verbrauch von mehr als 100 Euro“, so die Schätzung von Ruban. Eine ähnliche Größenordnung also wie bei den Berechnungen von Verivox. Ein Zwischenstecker könne Abhilfe schaffen und unbenutzte Geräte lassen sich „leicht und jederzeit vom Stromnetz“ trennen, so Ruban.

Mit diesem speziellen Paket für das smarte Homeoffice ist Rademacher jedoch bisher der einzige Anbieter am Markt. Das Angebot werde laut Ruban gut angenommen; zudem habe Rademacher mit solchen Smart-Home-Paketen bislang generell gute Erfahrungen gemacht. Das erste Single-Use-Case-Paket, mit dem das Unternehmen auf den Markt kam, war das Start2Smart-Kit „Gurtwickler“ zur Automatisierung von Rollläden. Hier sei Rademacher gar „von dem großen Anfragevolumen überrascht“ gewesen. Den Erfolg solcher Pakete erklärt sich Ruban dadurch, „dass wir mit diesen Produkten eine Nische im Markt der Einstiegsprodukte und Single-Use-Cases besetzen“. Zwar sei Smart Home im Kommen, doch es gebe eben auch viele, die „erst einmal Einzelanwendungen ausprobieren würden, bevor sie sich mit einem umfassenden System beschäftigen“, erklärt Ruban gegenüber Smarthouse Pro

Das Homeoffice bleibt beliebt

Nun können also Heimarbeiter einerseits beobachten, wie sich das Arbeiten zuhause auf der jährlichen Stromrechnung möglicherweise erhöhend ausgewirkt hat – mit smarten Stellschrauben und den passenden Lösungen hier und da mag aber auch der gegenteilige Effekt auf den Stromverbrauch im Homeoffice zu beobachten sein.

Bitkom Research 2020
In der aktuellen Pandemie-Situation bleiben 45 Prozent der befragten Erwerbstätigen mindestens teilweise zuhause. In der Nach-Corona-Zeit planen dies immerhin noch 35 Prozent.
© Bitkom Research 2020

Dass sich solche Lösungen durchaus nicht nur mittelfristig während der Pandemie, sondern auch langfristig lohnen könnten, zeigt ein Blick in die Zukunft: Laut Erhebung des Digitalverbands Bitkom wollen immerhin 27 Prozent der befragten Erwerbstätigen künftig zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, acht Prozent sogar ganz (siehe Grafik). Entsprechende Produkte und Pakte könnten sich für Smart Home-Anbieter daher verstärkt lohnen.


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