Energieeffizienz

Single-Use-Case: Homeoffice

Homeoffice Smart Office
© Katarzyna Białasiewicz/123rf

Das Arbeiten im Homeoffice ist für viele zum Regelfall geworden. Doch die Jahresabrechnung für Strom mag die Erkenntnis bringen: Ein helles und warmes Heimbüro schlägt durchaus zu Buche. Insbesondere die Tage, an denen im Arbeitszimmer nach Feierabend das Abdrehen der Heizung vergessen wurde.

Ein Arbeitstag in Corona-Zeiten unterscheidet sich deutlich von vorpandemischen Tagen – zumindest bei denen, die vom Vor-Ort-Büro ins Homeoffice gewechselt sind. Statt nach dem Frühstück öffentlich oder mit dem eigenen Gefährt ins Büro zu fahren, setzten im Februar 2021 laut Konjunkturumfrage des ifo Instituts 81 Prozent der Unternehmen grundsätzlich auf die Homeoffice-Nutzung. Rund 30 Prozent der Beschäftigten arbeiteten demnach – mindestens teilweise – von Zuhause aus.

Hell und warm im Heimbüro

An dieser Stelle soll es jedoch vor allem um den Energieverbrauch gehen, der mit dem Arbeiten in den eigenen vier Wänden einhergeht. In den dunklen Wintermonaten haben es sich viele warm und hell gemacht am Heimarbeitsplatz. Damit gehen logischerweise ein höher Energieverbrauch und  entsprechende Kosten einher. Das Vergleichsportal Verivox hat dazu mehrere Berechnungen veröffentlicht. So prognostizierten die Energieexperten im September 2020 einen durch  das Homeoffice bedingten maximalen Mehrbetrag von 250 Euro pro Jahr. Im Februar 2021 führte Verivox wiederum eine repräsentative Umfrage durch. Gefragt wurde, wie sich der Stromverbrauch beziehungsweise die Kosten im vergangenen Jahr tatsächlich entwickelt haben. Von den Haushalten, die bereits eine Jahresabrechnung für Strom bekommen hatten, mussten 59 Prozent eine Nachzahlung begleichen. 46 Prozent führten diese direkt auf die Pandemie zurück – im Durchschnitt lag die Höhe der Nachzahlung bei 112 Euro.

Verivox identifiziert vor allem die Heizkosten als Faktor für Mehrkosten. Für die Zeit zwischen Oktober bis einschließlich März galt es, an etwa 120 Tagen tagsüber zu heizen. Den Mehrbedarf beziffert Verivox auf vier Prozent beziehungsweise bei Gasheizungen etwa auf 45 Euro Mehrkosten, bei Ölheizungen auf 33 Euro mehr.

Und auch hell sollte es im Homeoffice sein: Jede zusätzliche LED-Lampe mit einer Helligkeit einer alten 60-Watt-Glühbirne – verursacht laut Verivox rund fünf Euro pro Jahr. Bei mehr Lampen steigen die Kosten entsprechend. Nun sind das keine immensen Summen, nichtsdestotrotz hat darauf auch der Gesetzgeber reagiert. Mit der neu eingeführten Homeoffice-Pauschale sollen zusätzliche Aufwendungen, die durch die vermehrte Arbeit zuhause in Pandemiezeiten entstanden sind, bei der Steuererklärung steuermindernd berücksichtigt werden.


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