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Neue Geschäftsführerin für Signify DACH

Rada Rodriguez wechselt von Elektrobranche zur Beleuchtungssparte

14. April 2021, 21:34 Uhr   |  Antje Müller

Rada Rodriguez wechselt von Elektrobranche zur Beleuchtungssparte
© Signify

An der Spitze des Beleuchtungsunternehmens steht ab Mai jetzt eine weibliche Leitung. Auf eigenen Wunsch verlässt der ehemalige CEO bei Signify Roger Karner, nach nur knapp einem Jahr das Unternehmen und setzt seine Laufbahn nun im deutschen Mittelstand fort.

Nach dreijährige Geschäftsführung des größten Signify-Marktes und insgesamt neun Jahren Verantwortung in der damals noch zu Royal Philips gehörenden Beleuchtugnssparte, verlässt der Leiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Roger Karner, zum 30. April auf eigenen Wunsch das Unternehmen. "Für mich persönlich ist nun der Zeitpunkt gekommen, mich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Ich bin sehr froh, dass ich die Leitung des Signify DACH-Marktes mit Rada Rodriguez nun an eine erfahrene und kompetente Kollegin übergeben kann", sagt Karner.

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Roger Karner begleitete in seiner Verantwortung als Leiter des DACH-Marktes unter anderem 2016 den Übergang zum eigenständigen Unternehmen und wechselte 2017 in die USA. Nach drei Jahren an der Spitze des größten Signify Marktes kehrte er im Juli vergangenen Jahres nach Europa zurück und übernahm erneut die Leitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die ehemalige Managerin und Geschäftsführerin von Schneider Electric GmbH in Deutschland übernimmt die Leitung der DACH-Märkte des Beleuchtungskonzerns ab 1. Mai. Rodriguez möchte die Region mit ihren Erfahrungen in der europäischen Elektronikindustrie künftig insbesondere in den digitalen Beleuchtungsbereichen voranbringen. "Es ist für mich eine unglaublich spannende Aufgabe, in diesen transformativen Zeiten den für Signify strategisch wichtigen Wachstumsmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz anzuführen und auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen der Beleuchtungsindustrie einzustellen", sagt  Rodriguez.

Sprung vom Elektronikkonzern in das Beleuchtungsgeschäft

Wie ihr Vorgänger wechselte Rodriguez vom französischen Elektronikkonzern Schneider Electric zu Signify in die Beleuchtungssparte. Mit ihren Kenntnissen in der Gebäudetechnologie und Informationssystemen hatte sie zuvor bis 2004 als Head of International R&D das Department Installation Systems & Installation Material von Schneider Electric geleitet und wurde fünf Jahre Später zum CEO nach Deutschland berufen. Ab 2016 übernahm sie als General Manager für Central and Eastern Europe und später als Senior Vice President für Industrial Alliances & Industrial Relations Verantwortung für den europäischen Markt. Aktiv ist Rodriguez außerdem unter anderem als Vorsitzende der europäischen Technologievereinigung Orgalim sowie als Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin von ZVE, dem deutschen Branchenverband der Elektroindustrie.

Ziel: Erreichen des früheren Umsatzniveaus

Durch die Corona-Krise hatte der Markt für Beleuchtungstechnik stark gelitten. So hatte Signify im vergangenen Jahr mit einem Umsatzrückgang von fast 13 Prozent zu kämpfen, der größtenteils mit den ausbleibenden Investitionen im professionellen Lichtgeschäft zusammenhing. Zwar stieg der Umsatz nominell um 4,1 Prozent auf rund 6,5 Milliarden Euro, dies war allerdings größtenteils auf die vollzogene Übernahme des US-Beleuchtungsanbieters Cooper Lighting Solutions zurückzuführen. In Februar hatte Karner im Rahmen eines Pressegesprächs frühestens bis 2023 eine Erholung des Lichtmarkts auf das Niveau vor der Krise prognostiziert. Im Vergleich zu den Einbußen im professionellen Bereich konnte Signify im vergangenen Jahr dennoch ein Plus unter den Consumer-Produkten verbuchen. Durch den zunehmenden Anteil vernetzter Produkte erwartete Karner bis 2023 einen Anstieg der Leuchtmittel und Leuchten auf 12 beziehungsweise 27 Prozent. Neben den verstärkten Lichtbedarf im Einzelhandel und in der Industrie könnte, laut Karner, auch das Elektrohandwerk von Nachrüstlösungen profitieren. Potenzial sah er in künftig flexibler genutzten Büroflächen, die zugleich höhere Anforderungen an die Lichttechnik stellen werden.

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