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Ofenfeuer: Archaisch und smart

01. März 2021, 13:30 Uhr   |  Sabine Narloch

Ofenfeuer: Archaisch und smart
© Norbert Preiß, Smarthouse Pro (Quelle: sirinapa/xxlphoto/123rf)

Von unterwegs aus per Handy die Heizung anschalten – das ist in Zeiten von smarten Häusern und Gebäuden nichts Ungewöhnliches mehr. Aber Kamin oder Pelletofen schon auf dem Heimweg zum Lodern bringen? Auch das ist mittlerweile möglich.

Sie sind meist das Highlight in einem gemütlichen Zuhause: Kamin oder Pelletofen. Wenn draußen die Temperaturen runter gehen und die Dunkelheit früher hereinbricht, wärmt eine Feuerstelle Räume und Gemüt. Während in Kaminöfen ganz klassisch Holzscheite herunterbrennen, lodern in Pelletöfen die namensgebenden Pellets. Die meist nur wenige Zentimeter langen Stifte werden aus Holzspänen gewonnen und mit Wasser, Sägemehl und Maisstärke in Form gepresst. Pelletöfen sind zudem eine umweltfreundliche Art des Heizens. Hier würden laut den Internetseiten des Umweltbundesamtes idealerweise bei der Verbrennung nur Kohlendioxid, Asche und Wasser entstehen. Beim Holzfeuern seien vergleichsweise hohe Schadstoffemissionen zu verzeichnen. So sollen beim Verbrennen schädliche Stickstoff- und Schwefeloxide, Salzsäure sowie Feinstaub entstehen. Insgesamt weist das Umweltbundesamt allerdings darauf hin, dass die Verbrennung von Holz wiederum klimaschonender sei als das Heizen mit Öl oder Gas.

Die Bedeutung gerade von Holzpellets beim Thema Heizkosten wird auch mit dem Heizspiegel 2020 für Deutschland deutlich. Erstellt von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Co2online und gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, wurden Pellets im Jahr 2020 erstmals in die Analyse einbezogen – und schnitten am besten ab; berücksichtigt wurden dabei 147.200 Datensätze aus zentral beheizten Wohngebäuden. Das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Pellets kostete laut dem Heizspiegel 2020 aufs Jahr gesehen durchschnittlich 590 Euro, mit Erdgas 720 Euro, per Wärmepumpe 735 Euro, mit Heizöl 855 Euro und via Fernwärme 890 Euro. Damit schnitten Pellets unter den berücksichtigten Energieträgern am besten ab.

 

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