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Smart Garden

Nur die Smarten kommen in den Garten

01. September 2020, 14:13 Uhr   |  Lukas Steiglechner

Nur die Smarten kommen in den Garten
© Norbert Preiß / Smarthouse Pro

Rasenpflege, Beleuchtung, Sicherheit: Die Einsatzbereiche im Smart Garden ermöglichen die verschiedensten Komfortsteigerungen. Dank einer Vielzahl von Sensoren und der Verbindung einzelner smarter Geräte, steht dem intelligent vernetzten grünen Wohnzimmer nichts mehr im Weg.

Das Smart Home erinnert vorrangig an vernetzte Innenräume: von intelligenten Küchengeräten und Haushaltsroboter über smart Lighting bis hin zu vernetzter Unterhaltungselektronik. Doch das intelligente Zuhause weitet sich immer weiter aus. Strom- und Internetanbindungen finden sich vermehrt in Garagen und Carports wieder, um das Laden von Elektrofahrzeugen zu unterstützen und zu steuern. Ebenso verbreitet sich die intelligente Vernetzung im Außenbereich von Wohnhäusern, sodass der Smart Garden ein zentraler Bestandteil der Komforterhöhung für den Hausbesitzer wird. Er kann das Smart Home in puncto Lebensqualität und Steuerbarkeit weiter aufwerten und ermöglicht eine umfassende Smart-Living-Erfahrung.

Damit die smarte Technik nicht an der Haus- oder Terrassentür ihr Ende findet, sondern auch im Grünen ihr Potenzial entfaltet, muss im Gartenbereich eine ausreichende Strom- und Netzwerkanbindung vorhanden sein. Für die Technik der Haus- oder besser gesagt Gartenautomation sind ausreichend Stromanschlüsse erforderlich. Doch sollten Anwender nicht einfach Kabel wild durch den Garten legen. Denn eine beschädigte Leitung ist lebensgefährlich und auch intakte Kabel werden schnell zu Stolperfallen. Für die Stromversorgung im Garten gibt es deshalb verschiedene Lösungen wie beispielsweise Energiesäulen. Diese werden an einem beliebigen Standort im Garten montiert, um für einen sicheren Stromzugang zu sorgen. Wichtig ist dabei, dass die Energiesäule aus einem witterungsfesten Material besteht, damit sie sich auch für den Außeneinsatz eignet. Damit die automatische Gartenarbeit möglichst reibungslos vonstattengeht, sind für die intelligenten Geräte neben dem Stromanschluss auch immer die Reichweite und die Qualität der Netzwerkverbindung sowie die Kompatibilität des verfügbaren Standards zu beachten.

Smart Garden für die Gartenlosen

“Smart Indoor Gardening” heißt eine sich immer stärker verbreitende technologische Neuerung. Die Bezeichnung smart ist hierbei Auslegungssache. Denn die oft futuristisch aussehenden Pflanzenkästen lassen sich üblicherweise nicht durch eine App steuern oder in ein Smart-Home-System integrieren. Allerdings arbeiten die “Smart Indoor Gardening”-Produkte so intelligent, dass sie mithilfe von Sensoren und verschiedenen Arbeitsmodi vollautomatisch Pflanzen heranzüchten.

Die Geräte funktionieren dabei mit einem hydroponischen System. Das heißt, dass das System ohne Erde auskommt. Stattdessen werden die Wurzeln abwechselnd mit Wasser und Sauerstoff versorgt basierend auf der einprogrammierten Regelung der jeweiligen Pflanze. Die Nährstoffe, die sonst in der Erde vorhanden sind, werden direkt mit der Wasserversorgung zugeführt. Die Pflanzensamen sind in Kapselform zu kaufen. Diese sind mit Steinwolle gefüllt, in der die Pflanze wächst. Damit diese neben Wasser und Nährstoffen auch mit ausreichend Licht versorgt ist, sind die Geräte meist mit speziellen LED-Leuchten ausgestattet. Sie aktivieren sich je nach Betriebsmodus und Wachstumsphase der Pflanze, wobei das Gerät dafür das passende Lichtspektrum sowie die angemessene Intensität einstellt. Bevorzugt werden für diese Geräte Pflanzen wie beispielsweise Gartenkräuter sowie kleine Salate und Microgreens. Die Auswahl der Arbeitsmodi kommt ins Spiel, damit die Wachstumsrate der Pflanzen künstlich in die Länge gezogen wird, was nötig ist, wenn Nutzer über einen längeren Zeitraum wie beispielsweise im Urlaub nicht in der Lage sind, die Pflanzen abzuernten.

Die Steuerung via Smartphone, wie man es eigentlich von smarten Produkten gewohnt ist, entfällt hier aufgrund der Tatsache, dass die „Smart Indoor Gardening“-Geräte kleine in sich geschlossene Ökosysteme sind, bei denen ein Eingreifen wohl eher negative Konsequenzen hätte. In manchen Fällen bieten die Hersteller aber Apps zur Unterstützung der Pflanzenaufzucht an. Jedoch sind diese nicht dazu in der Lage, die Geräte zu steuern, sondern dienen vielmehr als Informations- und Überwachungsquelle. Er ist also nicht herkömmlich smart, aber clever ist der digitale grüne Daumen allemal.

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1. Nur die Smarten kommen in den Garten
2. Gartenarbeit auf Knopfdruck
3. Ein Sturm zieht auf – zumindest laut Wetterstation
4. Smarte Poolsteuerung
5. Sicherheit im Garten

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