Energieeffizienz

Mit smarter Unterstützung heizen

Smarte Heizung
© Eberle

Ein Smart Home sorgt einerseits für mehr Komfort, andererseits helfen intelligente Geräte dabei, Energie und damit Kosten einzusparen. Doch wo anfangen?

Gefühlt müsste es eigentlich so sein: Haushaltsgeräte und Beleuchtung, die ganzjährig zum Einsatz kommen, sollten doch verbrauchstechnisch mehr zu Buche schlagen als die Heizung, die nur etwa von November bis April läuft.  
Doch wie so oft trügt die menschlich-subjektive Wahrnehmung, was die Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) belegen. Demnach verbrauchten im Jahr 2017 private Haushalte in Deutschland 679 Milliarden Kilowattstunden für folgende Nutzungszwecke: Mit mehr 70,5 Prozent ging der größte Teil der Haushaltsenergie demnach in die Raumwärme (479 kWh). Warmwasser (14 Prozent), Haushaltsgeräte (8,2 Prozent), Kochen, Trocknen, Bügeln (5,6 Prozent) und Beleuchtung (1,5 Prozent) verzeichneten wesentlich geringere Verbräuche. Und dieser Anteil ist auch drei Jahre später noch ähnlich hoch.

Wer also energieeffizient wohnen möchte, für den lohnt es sich, als erstes die Themen rund ums Heizen anzugehen. In den letzten Jahren spielte dabei vor allem die Dämmung von Gebäuden eine wichtige Rolle. Allerdings: Wer Mieter ist, hat darauf in der Regel keinen Einfluss, wie das bewohnte Gebäude gedämmt ist oder ob und wann die Dämmung ausgetauscht wird. Mehr eigenmächtigen Spielraum hat derjenige, der im Eigenheim lebt. Doch auch für Mietwohnungen gibt es smarte Lösungen, die sich problemlos ein- und ausbauen lassen, sodass sich bei einem Umzug der Ursprungszustand leicht wiederherstellen lässt.
Heizung & Co.

Der erste Fokus beim Thema Raumwärme fällt auf den Heizkörper selbst. Für energieeffizienteres Heizen muss dieser nicht durch einen neuen ersetzt werden, sondern lediglich das Heizkörperventil. Das alte wird zur „Umrüstung“ abgeschraubt und durch ein modernes Thermostatventil ersetzt. In der Regel kann der Bewohner das selbst machen. Auch das Alter des Heizkörpers spiele dabei keine Rolle, wie Christian Deilmann, Mitgründer und CPO von Tado, gegenüber Smarthouse Pro erklärt – das Unternehmen bietet Lösungen für das Raum-Klimamanagement an. Zudem erhalte der Kunde drei Adapter, mit denen das Thermostat angebracht werden könne. Passe keiner davon, könnten auch spezielle Adapter über den Kundenservice angefordert werden, so Deilmann weiter.

Programmierbare und Funk-Thermostate
Programmierbare Heizkörper-Thermostate können beispielsweise die Temperatur gradgenau überwachen oder die Heizleistung automatisch steuern. Sie sind vor allem dann interessant, wenn die Bewohner unterschiedliche Lebensrhythmen haben. Dann lässt sich jeder Raum über die im Thermostat eingegebenen Zeiten ohne weiteres Zutun auf die gewünschte Temperatur beheizen. Der Einsatz von programmierbaren Thermostaten kann laut Webseite des Umweltbundesamtes etwa zehn Prozent Energie sparen.

Auch drahtlose Heizkörper-Thermostate regeln die Raumwärme nach individuellen Bedürfnissen der Bewohner. Die Temperaturfühler können dabei überall im Raum positioniert werden. Alle Heizungen können zudem mit einem Knopfdruck koordiniert und ausgeschaltet werden.

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