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Kaufbereitschaft gesunken

14. April 2021, 16:13 Uhr   |  dpa/Redaktion: Stephanie Jarnig

Kaufbereitschaft gesunken
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Das Thema E-Mobilität ist gerade in aller Munde und es gibt keinen großen Hersteller, der nicht schon auf den Zug aufgesprungen ist. Doch eine aktuelle Umfrage von Deloitte zeigt: Die Kaufbereitschaft der Menschen für Autos mit alternativem Antrieb sinkt gerade.

Auf der einen Seite wächst die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen rasant, auf der anderen Seite haben einer Umfrage zufolge Bedenken bezüglich der Lademöglichkeiten und der Batteriesicherheit zugenommen. Wie die Unternehmensberatung Deloitte am Mittwoch mitteilte, gaben 2020 nur noch 41 Prozent der Befragten an, sie würden beim nächsten Autokauf einen alternativen Antrieb bevorzugen - zehn Prozentpunkte weniger als 2019.

Ein vollelektrisches Auto wünschten sich 7 Prozent der Befragten in Deutschland. Die Corona-Krise belaste die Zahlungsbereitschaft. 54 Prozent seien "nicht bereit, einen Aufpreis von 400 Euro oder mehr für ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb zu bezahlen".

Als größte Sorge bei E-Autos nannten nur noch 28 Prozent der Befragten die geringere Reichweite. 2018 waren es noch 35 Prozent gewesen. Der Anteil derer, die fehlende Lademöglichkeiten als größte Sorge nannten, stieg dagegen von 20 auf 22 Prozent. Der Anteil derjenigen, die die Sicherheit der Batterien nannten, legte sogar von 5 auf 12 Prozent zu.

"Die Tatsache, dass die Menschen dennoch mehr Elektroautos gekauft haben, zeigt, dass die Fördermaßnahmen der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr greifen", sagte Deloitte-Branchenexperte Harald Proff. Neue Technik verunsichere Konsumenten häufig, und in unsicheren Zeiten sehnten sich Menschen stärker nach Altbewährtem. Aber angesichts strengerer CO2-Vorgaben und des Trends zu Nachhaltigkeit auch bei Konsumenten sehe er keine Renaissance des Benziners.

Deloitte hatte für seine Global Automotive Consumer Study im September und Oktober 2020 rund 24.000 Menschen in 23 Ländern befragt, darunter 1050 in Deutschland.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Deloitte Consulting