Schwerpunkte

Umfrage zum Datenschutz und -sicherheit

Käufer smarter Geräte haben noch immer Bedenken um Privatsphäre

16. März 2021, 14:54 Uhr   |  Antje Müller

Käufer smarter Geräte haben noch immer Bedenken um Privatsphäre
© wrightstudio - 123rf

Smart-Home-Geräte nehmen einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Sie übernehmen Aufgaben der Gebäudesicherung oder des Komforts. Auch ein gebündeltes Energiemanagement zählt zu den Anschaffungsgründen für mehr Wohnqualität. Datenschutz-Bedenken vor dem Kauf sind jedoch nicht unbegründet.

Kaufkriterium Datenschutz und -sicherheit

Sicherheit der häufig angebotenen Komplettpakete stellt für Verbraucher ein konstantes Thema dar, wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zum Thema Datenschutz und Datensicherheit bestätigt. „Gründe, warum Smart Home-Geräte in Deutschland nicht noch mehr als bisher verbreitet sind, sind auch die möglichen Risiken und die damit verbundene Frage nach dem Datenschutz sowie der Datensicherheit“, sagt Tobias Hollmann, Smart-Home-Experte von TÜV Rheinland. Über die Hälfte der Befragten (60,5 %) legt entsprechend Wert auf den Datenschutz und die Sicherheit beim Kauf von Smart-Home-Geräten. Davon würden sogar 44,6 Prozent "auf jeden Fall" Wert darauf legen. Nur eine Minderheit zeigt sich verhalten  oder unentschieden in Bezug auf dieses Kaufkriterium.

Sicherheitsbedenken sind nicht unbegründet

TÜV Rheinland
© TÜV Rheinland

Smart-Home-Geräte sorgen für mehr Wohnqualität und besseres Energiemanagement im Zuhause. Laut der aktuellen Civey Umfrage geben 60 Prozent der Befragten an, dass sie beim Kauf von Smart-Home-Geräten Wert auf Datenschutz und Datensicherheit legen.

Viele Verbraucher fürchten um den Schutz ihrer Privatsphäre und fühlen sich oftmals nicht ausreichend informiert. Diese Bedenken sind aus Sicht von Hollmann nicht unbegründet. Die durchgehende Verbindung smarter Geräte mit dem WLAN führe dazu, dass unter anderem Zugangsdaten wie Passwörter oder Informationen zur Nutzungweise gesammelt werden. Ist die IT-Sicherheit im Gebäude mangelhaft, könnten Hacker über das Internet auf vernetzte Systeme wie Licht oder Heizung zugreifen oder sogar über die Alarmanlage in das Haus eindringen. „Das kann dazu führen, dass Verbraucher auf den Einsatz solcher smarten Elemente ganz verzichten“, gibt Hollmann zu bedenken. Neben Sicherheitseinstellungen der Verbraucher sollten auch kontinuierliche Updates der Hersteller stattfinden und zugelassen werden. „Der Hersteller nimmt seine Verantwortung wahr und schließt mit den Updates Sicherheitslücken“, erläutert Hollmann. Da die im Smart Home gesammelten Daten viel über den Nutzer verraten, beispielsweise wann er zuhause ist oder zu Bett geht, empfiehlt sich außerdem beim Kauf der Blick in die Datenschutzerklärung.

Die Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen, von TÜV Rheinland beauftragten Civey-Umfrage vom Februar 2021 unter rund 2.500 Befragten.

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