Start-up Pionize

In fünf Minuten zum smarten Heim

8. September 2021, 9:14 Uhr | Diana Künstler

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Roadmap und Finanzierung

Geplant ist der Launch des Konfigurators für den Endverbraucher im September 2021. Im nächsten Schritt, also Mitte September, wird dann die Smart-Control-Funktion auf den Markt gebracht, sodass die komplette Plattform zur Verfügung steht. „Ende dieses Jahres wollen wir uns dann in eine Anschlussfinanzierung begeben“, sagt Maximilian Hauke. Momentan wird Pionize staatlich durch „Flügge“ finanziert. Das bayerische Förderprogramm zur Unterstützung des leichteren Übergangs in eine Gründerexistenz verfolgt das Ziel, Unternehmensgründungen aus Hochschulen in Bayern im Bereich Innovation, Forschung und Technologie zu unterstützen. Zweck ist die beschleunigte Einführung und Verbreitung moderner Technologien und Dienstleistungen in Wirtschaft und Gesellschaft, um angesichts des raschen technologischen Wandels die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft zu erhöhen und ein angemessenes wirtschaftliches Wachstum sowie einen hohen Beschäftigungsstand zu ermöglichen und zu sichern. Die Umsetzung der Fördermaßnahme erfolgt dabei über entsprechende Aufrufe, in denen gegebenenfalls thematische Schwerpunkte gesetzt werden. Innerhalb der jeweiligen Förderaufrufe können Projektvorschläge zu den genannten Fristen eingereicht werden. Diese werden im Rahmen eines Wettbewerbverfahrens nach definierten Kriterien begutachtet und bewertet. Für die vier Passauer ein Glücksfall und schweißtreibende Herausforderung zugleich, denn bei ein bis zwei Förderaufrufen pro Jahr muss man sich durchzusetzen wissen und braucht den längeren Atem. „Wir haben allein für die Antragstellung circa neun Monate gebraucht“, erinnert sich Maximilian Hauke. „Dann wurden wir bewertet und für die nächsten zehn bis 15 Jahre auf Tragfähigkeit geprüft.“ Das hat den Vorteil, dass man sich schon sehr früh vieler Dinge klar werden muss, die das volatile Geschäftsumfeld des Start-ups bestimmen. Eines davon, womit auch das Start-up steht und fällt, sind eben die potenziellen Zielgruppen und ihre Bedürfnisse, weshalb man sich vorerst auf die B2B-Kunden konzentriert.

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Drei Tipps von Pionize an Gründer

1) Einfach machen
„Am besten lernt man, indem man ins kalte Wasser geschmissen wird. Wenn man wirklich darauf angewiesen ist, einfach zu probieren. Natürlich macht man anfangs viele Fehler. Das ist normal in der Start-up-Branche. Aber wenn sich nach der Zeit alles einpendelt, dann hat man eine unglaubliche Lernkurve“, weiß Maximilian Hauke aus eigener Erfahrung zu berichten. Eine Beobachtung, die die Pionize-Gründer in dem Zusammenhang auch gemacht haben, sei die, dass viele davor zurückschrecken würden, eine Idee zu verfolgen. Oft fehle der Mut, etwas daraus zu machen und das sei schade. Denn man wisse nie, wohin eine Idee führen kann. „Also wenn man eine Idee hat – nicht in eine Schublade stecken, sondern auch mal nachverfolgen und schauen, wohin sie führt.“

2) Das richtige Mindset
Auch ein wichtiger Punkt: die persönliche Einstellung. Hauke: „Man muss bereit sein, auch mal 110 Prozent zu geben und sich persönlich zum Projekt committen.“ Denn ab einem gewissen Punkt merke man sehr schnell, dass es sonst anders nicht möglich ist. Während andere Partys feiern, sitzen die Gründer schon mal im Büro und arbeiten an Pionize. „Für sich die Entscheidung zu treffen, dass man auch mal den steinigen Weg geht, der nicht klar aussieht, das ist schon wichtig. Ansonsten wird das nichts.“ Das richtige Mindset sei im Übrigen auch hilfreich, wenn es darum geht, sich auf ungewohntes Terrain zu begeben: „Wir hatten mit Pionize in den ersten Zügen die Einstellung: Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass wir mehr Erfahrung sammeln. Und dass wir uns persönlich weiterentwickeln“, sagt Hauke. Und so würden die vier Passauer nach wie vor – mittlerweile natürlich in einem professionelleren Rahmen – an die Sache herangehen.

3) Die (Team-)Basis schaffen
„Ich würde den Fokus aufs Team legen, weil das das Fundament ist“, rät Maximilian Hauke. Denn eine Start-up-Gründung sei wie eine Achterbahnfahrt: „Man hat mal Höhenflüge, wo alles plötzlich super scheint. Es geht aber auch wieder hinab und alles sieht schlecht aus. Das ist total normal.“ Und an solchen Punkten sei es wichtig, dass man ein Team hat, auf das man setzen kann. Das zu finden, sei in der Tat nicht einfach. Sich die Zeit dafür zu nehmen, um das Team entsprechend zu gestalten, sei jedoch fundamental wichtig. Nicht unerheblich ist in dem Zusammenhang auch der Aspekt der Teamgröße. „Wir haben beide Welten schon gesehen bei befreundeten Start-ups – sowohl zu große als auch zu kleine Teams. Beides funktioniert nicht.“ Aus Erfahrung des Passauer Start-ups seien daher drei bis vier Gründer ideal. „Und eine klare Aufgabenverteilung“, rät der Verantwortliche für Marketing, Vertrieb und PR.


  1. In fünf Minuten zum smarten Heim
  2. Hersteller-unabhängig, benutzerfreundlich, sicher
  3. Roadmap und Finanzierung

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