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Smart Living Services

iHaus und Henrys Innovationen digitalisieren Gesundheitsangebote

27. Mai 2021, 16:40 Uhr   |  Antje Müller

iHaus und Henrys Innovationen digitalisieren Gesundheitsangebote
© Dolgachov / 123rf

Steigende Herausforderungen im Alter oder durch Beeinträchtigungen erschweren ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohnraum. Mit der Entwicklung des Gemeinschaftsprojekts "Assistenzsystem Smart Living" (ASL) verknüpft eine neue Kooperation DRK-Services mit smarten Technologien.

Den Alltag durch Smart-Living-Technologie zu erleichtern und älteren sowie hilfsbedürftigen Menschen mehr Sicherheit und Selbstständigkeit zu ermöglichen ist Kern der Kooperation zwischen iHaus, einem Softwareentwickler und Plattformbetreiber und dem DRK-Spin-off Henrys Innovationen. Im Rahmen ihres Gemeinschaftsprojekts „Assistenzsystem Smart Living (ASL)“ verbinden die Partner Dienstleistungen des Roten Kreuz mit intelligenter Sensorik und Aktorik innerhalb des Wohnraumes. Dienste, wie der Hausnotruf werden hierin modernisiert, digitalisiert und um neue intelligent vernetzte Services ergänzt. "Mit unserem künftigen Angebot möchten wir auch neuen Zielgruppen die sichere Nutzung von Smart-Living-Technologien gepaart mit der Verlässlichkeit der Rot Kreuz Dienstleistungen geben. Wir sprechen die Generation 65 plus ebenso an, wie das alleinerziehende Elternteil, Paare jeden Alters oder Personen, die berufsbedingt viel unterwegs sind", erläutert Jens Bruske, CEO der Henrys Innovationen GmbH.

Als Technologiepartner stellt iHaus technische Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Hausnotrufs bereit und schafft die Grundlage für die Interoperabilität und das Zusammenspiel verschiedener Komponenten, um alte und neue Systeme zu einem Full-Service-Angebot zu verbinden. Erstes Ergebnis der Kooperation ist der Alltagshelfer "Mein Henry", ein Alexa Sprach-Skill, der bei Unterstützungsbedarf der AnwenderInneren die persönlichen Vertrauten per Sprachbefehl benachrichtigt. Dazu lassen sich aufgrund der Integration von "Mein Henry" in die iHaus-Plattform Sensoren, Aktoren und Taster als Auslöser einer Helferkette einsetzen, wenn gravierende Abweichungen der üblichen Tagesabläufe auftreten. Bei Personalisierung des Assistenzsystems können Informationen wie die Vitaldaten der BewohnerInnen in Echtzeit an Vertraute, Familien, Kreisverbände und Beratungszentren übertragen werden. Die Entwickler verzichten hierbei bewusst auf eine Videoübertragung im Rahmen des Smart-Living-Systems.

Auftrag der Henrys Innovationen GmbH ist es, die digitale Wertschöpfung bei den Kreis- und Landesverbänden des DRKs voranzutreiben. Vermarktet wird die Lösung über die Kreis- und Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes. "Mit Henry, dem Vornamen des Gründers des Roten Kreuzes Henry Dunant, wird die Idee des Helfens auf zweifache Weise in die digitale Welt überführt. Ziel ist es, Henry als Sprachassistent, Alltagshelfer und als perfekte Ergänzung zum bestehenden Hausnotruf-System zu etablieren", erklärt Klug die Zielstellung des Gemeinschaftsprojekts. In einem nächsten Schritt wird der bestehende Hausnotruf in das digitale Assistenzsystem Smart Living (ASL) integriert. Der Rollout des ASL ist in 15 bis 18 Monaten geplant. Ein nächster Baustein des Assistenzsystems wird er Hausnotruf 2.0 mit unterstützender Sensorik darstellen. Darüber hinaus wirken die Partner an Forschungsprojekte von Universitäten und Betreiber mit, die auf betreutes Wohnen und Ambient Assisted Living spezialisiert sind.

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