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Fünf Tipps für ein sicheres Smart Home

20. Februar 2020, 14:52 Uhr   |  Cornelia Meier

Fünf Tipps für ein sicheres Smart Home
© Tumisu/Pixabay

Ein vernetztes Zuhause ist bequem und verströmt einen Hauch von Science-Fiction. Was bei aller Euphorie häufig vernachlässigt wird, ist allerdings die Sicherheit. Dabei ist es gar nicht so schwer, ein Smart Home zu sichern.

Rund neun Millionen Haushalte in Deutschland sind nach Schätzungen des Statista Digital Market Outlooks bereits smart – also vernetzt und zentral steuer- sowie programmierbar. Bis zum Jahr 2023 soll die Zahl der Smart Homes auf 13,5 Millionen steigen. Die beliebtesten Geräte sind nach wie vor smarte Lautsprecher. Aber auch Steuerknöpfe wie Wandtaster oder Drehknöpfe und Steckdoseneinsätze, mit denen man nicht-smarte Geräte zeitgesteuert automatisch ein- und ausschalten kann, werden gerne gekauft.

Doch smarte Geräte im Haus oder der Wohnung steigern nicht nur den Komfort, sondern bergen auch Risiken. Denn mit dem Grad der Vernetzung steigen auch die Möglichkeiten für Cyberkriminelle, sich in Netzwerke einzuschleusen, um sensible Daten zu stehlen oder zu manipulieren, Nutzer auszuspionieren oder deren Geräte in ferngesteuerte Virenschleudern zu verwandeln. Damit sich smarte Geräte dennoch gefahrlos einsetzen lassen, muss einiges beachtet werden. Fünf Tipps für ein sicheres Smart Home hat der Informationssicherheitsspezialist 8com zusammengestellt.

1. Regelmäßige Updates
Wenn es um Cybersicherheit geht, ist die Aktualisierung von Software über Hersteller-Updates immer Regel Nummer eins. Updates bringen oft nicht nur neue Funktionen und Verbesserungen, sondern schließen auch gefährliche Sicherheitslücken, durch die kriminelle Hacker in Netzwerke eindringen könnten. Schon beim Kauf eines Smart-Home-Geräts sollte man darauf achten, dass der Hersteller über einen längeren Zeitraum Firmware-Updates zur Verfügung stellt. In der Regel werden Aktualisierungen automatisch heruntergeladen und installiert.

2. Den Router sichern
Der Router ist das Gehirn eines Smart Home. Er regelt den Datenaustausch zwischen den Geräten im WLAN und schützt das lokale Netzwerk vor Angriffen aus dem Internet. Dazu benötigt er allerdings eine aktive Firewall. Darüber hinaus sollte das voreingestellte Passwort des Routers geändert und immer die aktuelle Firmware installiert werden. Auch das WLAN sollte verschlüsselt sein, um potenziellen Angreifern den Zugang zu den smarten Geräten so schwer wie möglich zu machen.

3. Standardpasswörter ändern
Voreingestellte Standardpasswörter für neue Geräte sind ein beliebtes Einfallstor für Cyberkriminelle. Noch leichter haben sie es nur, wenn es gar keinen Passwortschutz gibt. Deshalb sollten alle Geräte, die zum ersten Mal mit dem Internet verbunden werden, mit einem langen, individuellen Passwort geschützt sein.

4. Verschlüsselte Kommunikation
Es kann vorkommen, dass Smart-Home-Geräte sensible Daten über das Internet verschicken – etwa Bankdaten oder Informationen über den Gesundheitszustand der Bewohner. Deshalb ist es wichtig, dass sensibler Daten immer verschlüsselt übertragen werden. Die Verschlüsselung sollte über HTTPS beziehungsweise TLS erfolgen. Es empfiehlt sich, nur Geräte zu kaufen, in der Lage sind, verschlüsselt zu kommunizieren.

5. Lokale Nutzung oder VPN
Viele Smart-Home-Geräte lassen sich aus der Ferne steuern. Mit dem Internet sollte man Geräte aber nur verbinden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Ansonsten reicht es aus, sie über das lokale WLAN zu steuern. Denn was nicht mit dem Internet verbunden ist, kann von Hackern auch nicht so leicht angegriffen werden. Wer seine Rollläden trotzdem auch von unterwegs steuern will, sollte ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) einrichten. Ein VPN ist eine besonders gesicherte Verbindung, eine Art Tunnel, durch den Daten über das Internet in das jeweilige Heimnetzwerk gelangen. VPNs lassen sich mit modernen Routern problemlos einrichten. Ist der Router dazu nicht in der Lage, lässt sich alternativ auch ein Computer mithilfe spezieller VPN-Software als VPN-Gateway nutzen.

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