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Sicherheit

Fingerabdruck und andere Türöffner

08. Juni 2021, 13:31 Uhr   |  Sabine Narloch

Fingerabdruck und andere Türöffner
© rollimage / 123rf

Türschlösser sollen in erster Linie Häuser und Wohnungen sicher verschließen. Dabei haben die technische Entwicklung und die Digitalisierung auch das sprichwörtliche Schlüsselloch eingeholt. Smarte Schlösser lassen sich beispielsweise über mobile Endgeräte steuern.

Jedes Jahr, wenn die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt werden, findet der Tag des Einbruchschutzes statt – und zwar am 25. Oktober. Im Jahr 2020 stand dieser unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“. Dass Einbruchschutz nach wie vor ein Thema ist, zeigt ein Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 (PKS) des Bundeskriminalamts: In Sachen Wohnungseinbruchdiebstahl wurden demnach 2019 87.145 Delikte gemeldet. Trotz des auf den ersten Blick hohen Werts, entspricht dies einem Rückgang zum Vorjahr um 10,6 Prozent. In den Jahren bis zum Jahr 2015 waren die Zahlen gestiegen, der damalige Höchststand lag bei 167.136 Fällen. 2016 brachte die Trendwende, seither sind die Fallzahlen mitunter kräftig gefallen. Bundesinnenminister Horst Seehofer ließ denn auch in einem Statement zur PKS 2019 verlauten: „Beim Wohnungseinbruchdiebstahl haben wir in den vergangenen Jahren unsere präventiven Maßnahmen deutlich intensiviert. Die Aufklärungskampagnen und staatliche Unterstützungsleistungen wie das Förderprogramm für den Einbau von Einbruchsschutzmaßnahmen wirken sich in sinkenden PKS-Zahlen aus.“

Elektronische Türschlösser

Nun muss der Einbau von elektronischen Türschlössern (Smart Locks) nicht zwangsläufig mehr Sicherheit bedeuten. Doch ein sicherheitsrelevanter Aspekt – der Faktor des klassischen Schlüssels – wird mit solchen Modellen letztlich ausgeschaltet. Hat man den für ein herkömmliches Schloss verlegt oder verloren, wird dieses meist ausgetauscht, um wieder ruhig schlafen zu können.

Bei elektronischen Türschlössern kommen anstelle des Schlüssels hingegen moderne Technologien zum Einsatz, um Türen zu öffnen und zu verschließen; das sind vor allem Zahlenkombinationen, Fernbedienung, App-Steuerung oder Fingerprint. Meist sind die Schlösser auf mehreren Wegen zu bedienen, je nach Modell kann oft auch ein klassischer Schlüssel nach wie vor verwendet werden. Ent- und Verriegelung nimmt man beispielsweise per Funk-Fernbedienung beziehungsweise Transponder vor. Statt einem Schlüssel hat jedes Familienmitglied in diesem Fall eine eigene Fernbedienung, um die Tür zu öffnen. Geht der Transponder verloren, lässt sich seine Öffnungsfunktion löschen und ist für einen Finder somit funktionslos.

Eine andere Möglichkeit ist das Entriegeln per Smartphone beziehungsweise App. Darüber hinaus stehen per App weitere Optionen zur Verfügung: Es können neue Benutzer angelegt und diesen eine Zugangsberechtigung erteilt werden. Und auch das Türschloss kann „kommunizieren“: Wird die Tür geöffnet oder geschlossen, sendet das Schloss eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Modelle mit App-Anbindung lassen sich zudem in Smart-Home-Dienste integrieren; einige verfügen über eine Sprach-Steuerung.

In Pandemie-Zeiten ist noch etwas anderes zu einem Sicherheitsrisiko geworden: die Spuren, die wir an Griffen oder Türklinken hinterlassen – unter anderem Corona-Viren. Berührungsloses Öffnen ist hier eine Möglichkeit, das Risiko zu verringern. Die beschriebenen Lösungen können dabei ein Weg sein, kontaktlos ins eigene Heim zu gelangen.

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1. Fingerabdruck und andere Türöffner
2. Pincode und Fingerscan statt Schlüssel

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