Schwerpunkte

Sicherheit

Fingerabdruck und andere Türöffner

08. Juni 2021, 13:31 Uhr   |  Sabine Narloch


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Pincode und Fingerscan statt Schlüssel

Wer das Öffnen ganz ohne einen Schlüsselersatz erledigen möchte, kann auf Varianten zurückgreifen, die über einen Pincode oder aber den eigenen Fingerabdruck zu bedienen sind. Dieser ist einzigartig und daher gut geeignet, um zum Beispiel ein Handy zu entsichern – oder eben die Haustür zu öffnen. Die Zugangskontrolle geschieht in diesem Fall über einen Fingerabdruckscanner. Dafür wird ein zuvor programmierter Finger über den Scanner gehalten, das Gerät erkennt den Fingerabdruck und öffnet die Tür. Sicherheitshalber sollte allerdings nicht nur ein Finger pro Person eingespeichert werden. Hat man beispielsweise an einem Finger eine tiefe Schnittwunde, kann es sein, dass dieser durch die Verletzung nicht mehr erkannt wird. Um sämtlichen Familienmitgliedern oder regelmäßigen Dienstleistern wie Postboten oder Getränkelieferanten Einlass zu gewähren, gibt es Ausführungen, die mehrere Fingerabdrücke speichern können. Die Anzahl variiert, bei einigen Modellen können rund 20 Fingerprints hinterlegt werden. Die Zuweisung personalisierter Zeitfenster schränkt die Zutrittsberechtigungen entsprechend ein; so lässt sich verhindern, dass der Nachbar ungefragt in den heimischen Räumen steht. Um es Kriminellen schwerer zu machen, gibt es auch die Möglichkeit einer Lebendfinger-Erkennung. Damit soll verhindert werden, dass sich Unberechtigte mit gefälschten Fingerabdrücken Zutritt verschaffen.

Abus Sicherheitssstudie 2020 von YouGov
© Abus Sicherheitssstudie 2020 von YouGov

Knapp die Hälfte der Befragten bei der Abus-Sicherheitsstudie nutzt keine speziellen Absicherungssysteme. Am meisten verbreitet sind Sicherungen für Türen.

Zusätzliche Sicherheit können darüber hinaus Türstationen bringen, die mit einer Videokamera ausgestattet sind. Auf diese Weise sieht man von drinnen den draußen Klingelnden. Idealerweise ist die Kamera mit einer Nachtsichtfunktion ausgestattet, sodass gute Erkennbarkeit selbst bei Dunkelheit gegeben ist.

Jenseits der Haustür: vom Homeoffice bis zur Waschküche

Mit elektronischen Schlössern lassen sich jedoch nicht nur Haustüren absichern, auch Innentüren können damit ausgestattet werden. Das macht beispielsweise bei einem Musikzimmer mit teuren Instrumenten und Technikausstattung oder einem Arbeitszimmer zuhause Sinn. So arbeiten während der Pandemie deutlich mehr Menschen im Homeoffice als zuvor. Bei einem erfolgreichen Einbruch in solche Wohnräume würden somit nicht nur persönliche Wertgegenstände als Beute winken – auch Unternehmensunterlagen und damit wertvolle Firmendaten könnten auf diese Weise in falsche Hände gelangen. Innentüren sind aber in der Regel nur mit einem einfachen Schlüssel ausgestattet. Wird an eine solche Innentür ein elektronisches Türschloss angebracht, trägt das zur Sicherung von Equipment und Daten bei.

Zu den erwähnten rund 87.000 Einbrüchen kamen laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2019 noch 86.604 Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen hinzu. Solche Räume sowie Terrassentüren sind Achillesfersen im Haus – doch auch sie lassen sich mit moderner Technik aufrüsten. So lassen sich beispielsweise Terrassentüren per Zahlencode von außen verschließen. Abus bietet hierfür mit „HomeTec Pro“ einen Funk-Fensterantrieb an, der sich mit einer Fernbedienung oder über Codeeingabe steuern lässt. Die Terrassentür wird auf diese Weise zum zweiten Eingang.

Sicherheitsstudie 2020 von Abus

Ende November 2020 veröffentlichte Abus, Anbieter von Sicherheitstechnik, seine repräsentative „Sicherheitsstudie 2020“. Demnach wurden 10 Prozent der Befragten bereits Opfer eines Einbruchs im eigenen Heim, 27 Prozent haben Angst vor einem solchen Einbruch. Dabei ist weniger die Angst vor materiellem Verlust für die Befragten relevant (14 Prozent); auch die Angst vor Verlust von Gegenständen von emotionalem Wert (13 Prozent) oder von Wohnqualität (14 Prozent) hält sich in Grenzen. Stattdessen sehen 52 Prozent der Befragten den seelischen Schaden, den ein Einbruch mit sich bringen würde, als den eigentlich relevanten Punkt.

Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) ist zugleich der Meinung, dass das eigene Zuhause wenig oder überhaupt nicht vor Einbrüchen gesichert ist, 20 Prozent stuft die Einbruchsicherheit allerdings als sehr oder äußerst hoch ein, 48 Prozent immerhin als sicher.

Grundsätzlich fühlten sich aber 64 Prozent sicher, sehr oder äußerst sicher.
33 Prozent wenig oder überhaupt nicht sicher. Die Corona-Zeit hat das allgemei-ne Sicherheitsempfinden nicht wesentlich beeinträchtigt. 77 Prozent gaben an, dass ihr Sicherheitsgefühl gleichgeblieben ist,4 Prozent fühlten sich sogar sicherer, 14 Prozent fühlten sich dagegen weniger sicher.

Hinweis zur Methodik: Befragt wurden 2.082 Deutsche ab 18 Jahren. Die Quotierung erfolgte repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Religion. Erhebungszeitraum war September 2020.

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