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Testspezifikation für das Smart Home

ETSI-Standard will Sicherheit von IoT-Geräten vergleichbar machen

14. September 2021, 16:31 Uhr   |  Antje Müller

ETSI-Standard will Sicherheit von IoT-Geräten vergleichbar machen
© alphaspirit / 123rf

Die europäische Normungsorganisation ETSI veröffentlicht eine Testspezifikation für vernetzte Geräte im Smart Home. Hersteller können den Standard künftig für Selbsttests nutzen und ihr Produkt durch eine Prüfstelle evaluieren lassen.

Für eine nachvollziehbare Sicherheit im Smart Home existiert bereits eine Empfehlung der Normungsorganisation ETSI (European Telecommunications Standards Institute), um vernetzte Geräte IoT-Geräte von Beginn an sicher zu entwickeln. Damit nun geprüft werden kann, ob die Geräte über ein Mindestmaß an Cyber-Sicherheit verfügen, arbeitete das ETSI zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an einer international anerkannten Messgröße. Die nun veröffentlichte Testspezifikation (ETSI TS 103 701) soll Herstellern ermöglichen, Selbsttests durchzuführen und ihr Produkt durch eine Prüfstelle evaluieren zu lassen. „Immer mehr Menschen digitalisieren und vernetzen ihr Zuhause. Jedes neue internetfähige Gerät eröffnet aber Cyber-Kriminellen auch neue Angriffsmöglichkeiten“, erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm. „Daher hat das BSI gemeinsam mit Herstellern, Prüfinstituten und internationalen Regierungsorganisationen die Entwicklung des neuen Teststandards vorangetrieben.“

Die neue Testspezifikation beschreibt wie die Konformität definiert und gemäß den Anforderungen aus dem Mindestsicherheitsstandards ETSI EN 303 645 strukturiert und getestet werden kann. Dies soll laut dem BSI gewährleisten, dass Prüfergebnisse unter den Sicherheitseigenschaften von IoT-Geräten vergleichbar sind. Beteiligte an der IoT-Herstellung werde auf diesem Weg eine Sicherheitsbewertung ermöglicht. Zudem könne die Spezifikation als Grundlage für das geplante IT-Sicherheitskennzeichen herangezogen werden, erklärt das BSI. Hersteller könnten dann eine entsprechende Kennzeichnung beim BSI beantragen, um die Sicherheit ihrer Produkte gegenüber VerbraucherInnen transparent zu machen.

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