Bitkom-Umfrage

Das Zuhause smart gesichert

22. Dezember 2021, 11:00 Uhr | Sabine Narloch
Smart Home
© Alexander Kirch-123rf

Drei von zehn Deutschen überwachen per Handy ihr Zuhause – das ist eins der Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Digitalverbandes Bitkom.

Das eigene Zuhause immer im Blick – das ermöglichen smarte Lösungen und entsprechende Smartphone-Apps. Die Überwachung der eigenen vier Wände nehmen laut einer Bitkom-Befragung 30 Prozent der befragten Eigentümer und 22 Prozent der Mieter vor. Demnach nutzen insgesamt 17 Prozent eine Alarmanlage, die sich per Smartphone-App steuern lässt, 14 Prozent haben eine Video-Überwachung mit zugehöriger Smartphone-App.

„Sicherheitstechnik, die sich per Smartphone steuern lässt, hat einen großen Vorteil: Auch im Urlaub oder abends im Restaurant erfahren Nutzerinnen und Nutzer unmittelbar, wenn in ihrem Zuhause eingebrochen oder der entsprechende Versuch unternommen wird – und können sofort reagieren. Solche Tools sind oft schlank und vergleichsweise kostengünstig – und nicht nur für Eigentümerinnen und Eigentümer, sondern auch für Menschen in Mietwohnungen interessant“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Bereichsleiter Consumer Technology beim Bitkom.

Smarte Türschlösser mit praktischen Nebeneffekten

Nur drei Prozent der Befragten jedoch nutzt intelligente Türschlösser beziehungsweise Smart Locks. Sie lassen sich nicht nur mit einem Schlüssel, sondern auch mit dem Smartphone, per Sprachbefehl oder Fingerabdruck öffnen und verschließen.

Diese Zahl könnte sich künftig jedoch erhöhen, zumindest können sich 18 Prozent der Befragten eine Nutzung in Zukunft vorstellen. Überzeugend wirken dabei offensichtlich Aspekte jenseits der Sicherheit: So würden 62 Prozent derjenigen, die Smart Locks aktuell oder künftig nutzen (wollen), auf diese Weise Freunde und Familie per Smartphone einlassen. 32 Prozent würden aus der Ferne auch Handwerksbetrieben oder Hausmeistern Zutritt verschaffen. Post und Paketdienste würden 21 Prozent in die Wohnung lassen, Essenslieferanten 18 Prozent.

Ein Grund gegen Smart Locks sind vor allem Sicherheitsbedenken. So befürchten 66 Prozent, dass Hacker ihre Tür öffnen könnten. 64 Prozent wollen keine fremden Personen in ihrem Zuhause haben – und 49 Prozent reicht schlichtweg ein normaler Schlüssel.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Im August und September 2021 wurden dabei 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragen lauteten: „Welche der folgenden Anwendungen nutzen Sie bereits bzw. können Sie sich vorstellen zu nutzen?“; „Für welche der folgenden Situationen nutzen Sie Smart Locks/würden Sie Smart Locks nutzen, wenn Sie nicht selbst zuhause sind?“; „Aus welchen Gründen nutzen Sie keine Smart Locks?“

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