Schwerpunkte

Haushaltsroboter

Das bisschen Haushalt macht sich von allein

09. September 2020, 09:22 Uhr   |  Diana Künstler


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Viele Haushaltsroboter, viele Einsatzszenarien

Ecovacs, Deebot 501, Saugroboter
© Ecovacs

Dank einer elektrisch rotierenden Hauptbürste und “Max-Modus” für zusätzliche Saugkraft, soll der “Deebot 500” von Ecovacs selbst hartnäckigem Schmutz zu Leibe rücken können. Die App-Steuerung und die Smart-Home-Kompatibilität ermöglichen zudem die Reinigung des Zuhauses von unterwegs. Keine Angst vor einem Absturz: Dank seiner Stufensensoren ist der Deebot in der Lage, rechtzeitig seine Richtung zu wechseln und weiterzuarbeiten.

Grundsätzlich lässt sich den Markt für intelligente Roboter in die vier Kategorien Personal-/Haushalts-, Bildungs-, Unterhaltungsroboter und kommerzielle Serviceroboter unterteilen. Mit gesondertem Blick auf die Haushaltsroboter, denen sich dieser Beitrag im Speziellen widmet, sind bereits folgende Typen – mal mehr, mal weniger stark verbreitet und technisch ausgereift – in deutschen Haushalten vorzufinden:

  • Staubsaugerroboter
  • Wischroboter
  • Fensterputzroboter
  • Mähroboter
  • Katzentoilettenroboter
  • Photovoltaik-Reinigungsroboter
  • Regenrinnenreinigungsroboter
  • Poolreinigungsroboter
  • Bügelroboter
  • Wäschefaltroboter
  • Koch- und Backroboter
  • Sicherheitsroboter

Wenn die Palette an Einsatzmöglichkeiten eines verdeutlicht, dann, dass der vermeintlich “smarte Butler” zahlreiche Talente hat und in vielen Bereichen der häuslichen Pflege und Reinigung seine Vorzüge ausspielen kann. Vor allem zeitintensive, da oft wiederkehrende und monotone, Reinigungsarbeiten lassen sich auf diese Weise bequem delegieren. Auch körperlich anstrengende Tätigkeiten sind für die Haushaltshilfen prädestiniert. Je nach Anwendungsgebiet und Preisklasse arbeiten Haushaltsroboter entweder Timer-gesteuert oder sind auch mit App- oder mittlerweile Sprachbefehlen bedienbar. Nichtsdestotrotz ist der Haushaltsroboter per se kein Alleskönner, denn in der Regel ist er auf das eine Einsatzszenario, für das er konstruiert wurde, spezialisiert. Auf den einen Roboter, der alle die genannten Tätigkeiten ausführen kann, müssen wir noch ein wenig warten. Ausnahmen von der Regel bieten jene Helfer, die kombinierte, eng verwandte Tätigkeiten ausführen können – wie Saug-/Wischroboter oder auch Koch-/Backroboter.

iRobo, Braava, Wischroboter
© iRobot

Nutzer des “Braava Jet M6” von iRobot können je nach Präferenz ein Nass- oder Trockenwischtuch anbringen, anschließend erledigt der Wischroboter die Arbeit. Über die “iRobot Home App” oder die entsprechende Taste lässt sich das Gerät starten. Darüber hinaus können Nutzer die Reinigung über Sprachbefehl auslösen, wenn der Roboter mit Alexa-fähigen Geräten oder dem Google Assistant verbunden ist.

Boden
Eindeutiger Favorit unter den Haushaltsrobotern ist mit Abstand der Saugroboter. An den bislang im Haushalt aktiven Robotern hat er einen Anteil von 96 Prozent. Seine Beliebtheit kommt nicht von ungefähr. Immerhin gewinnen die Deutschen damit fast 52 Stunden Zeit aufs Jahr gerechnet – so viel verbringen wir nämlich durchschnittlich mit Staubsaugen. Das ermittelte Stiftung Warentest. Das Beste an den vernetzten Helfern: Sie sind rund um die Uhr abrufbereit. Nur auf Stolperfallen und Schwellen sollte man achten. Denn bewegliche Hindernisse wie Kleidung können dazu führen, dass sich der Saugroboter unverrichteter Dinge ausschaltet. Die meisten Saugroboter sind im Übrigen bereits ab einem Warenwert von 100 Euro durchaus erschwinglich. Ein leistungsstarkes Markenprodukt kann hingegen bis zu 1.000 Euro kosten, überzeugt dabei jedoch mit meist mehr Effizienz. Ein Vorteil ist die Stromersparnis – mit durchschnittlich sechs Euro Energiekosten pro Jahr ist der saugende Haushaltshelfer vergleichsweise sparsam. Worauf man beim Kauf eines solchen Gerätes, abgesehen von Größe und Lautstärke, achten sollte, sind die Akkulaufzeit und der Aktionsradius.

Ähnlich wie beim Saugroboter gilt auch für den Einsatz von Wischrobotern eine gewisse Ordnung vorab. Einige Wischroboter wischen nur trocken, andere nur nass. Manche können beides. Dabei erweisen sich viele Nasswischroboter als echte Ressourcensparer: Im Gegensatz zum händiDysonschen Wischen verwenden sie Wasser und Reinigungsmittel vergleichsweise effizient. Preislich bewegen sich die meisten Geräte dieser Klasse zwischen 200 und 300 Euro – abhängig vom Funktionsumfang. Einige High-End-Modelle überzeugen mit einer ausgeklügelten Navigation und unterschiedlichen Reinigungsmodi. Der große Unterschied zum Saugroboter: Den Wischroboter sollte man lieber im Auge behalten, da Strom und Wasser immer eine gefährliche Kombination darstellen. Entscheidende Kaufkriterien sind vor allem die Größe des Wassertanks und die Akkuleistung.

Bekannte Hersteller und Marken sind unter anderem: Dyson, iRobot, Ecovacs, Kärcher, Medion, Miele, Neato, Rowenta, Vorwerk, Wesselwerk, Xiaomi und Zaco

Fensterputzroboter Sichler
© Sichler

Die meisten Fensterputz-Roboter, wie auch der hier beispielhaft aufgeführte von Sichler, halten sich durch Unterdruck an der Scheibe fest. Der Drucksensor reagiert auf Unebenheiten am Untergrund und passt den Luftdruck entsprechend an. So hat der Haushaltshelfer ebenfalls Halt auf Kacheln, strukturiertem Glas und beschichteten Fenstern. Berücksichtigt werden beim Kauf von Fensterputzrobotern sollte die Länge des Strom- und Sicherheitskabels. Unabhängig davon verfügen viele Modelle über ein Notstromversorgungssystem, das zusätzliche Haftzeit auf der Oberfläche garantiert – auch wenn der Strom einmal ausfallen sollte.

Fenster
Das Fensterputzen gilt neben dem Reinigen des Badezimmers bei vielen Umfragen oft als nervigste Tätigkeit in deutschen Haushalten. Der Fensterputzroboter ist daher ein gern gesehener Helfer, der nicht nur Fenster streifenfrei reinigen kann, sondern auch auf Tischplatten oder in Duschen seine säubernde Wirkung entfalten kann. Er hält sich in der Regel entweder durch ein Vakuum oder durch Magnete an der jeweiligen Oberfläche, eine Sicherheitsleine bewahrt den Fensterputzroboter zusätzlich vor einem Absturz. Diese Leine muss im Vorfeld fest verankert werden. Aufwändig, aber wichtig: die permanente Stromzufuhr. Zwar gibt es für Notfälle einen Akku, die Hauptversorgung wird allerdings via Kabel gesichert. Dieses muss der Anwender im Vorfeld verlegen. Der Mikrofaserlappen, mit dem der Roboter wischt, muss im Nachhinein zudem manuell entfernt und gewaschen werden. Auch ein Nachwischen der Scheiben ist mitunter nötig. Wer sich also solch ein Gerät kaufen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass vergleichsweise viel Vor- und Nacharbeit erforderlich ist. Daher eignet sich der Fensterputzroboter besonders für großflächige oder schwer erreichbare Scheiben wie Ladenschaufenster. Die unterschiedlichen Modelle kosten zwischen 200 und 700 Euro.

Bekannte Hersteller und Marken sind unter anderem: Cecotec, Ecovacs, Hobot, Mamibot, Sichler und Sophinique

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1. Das bisschen Haushalt macht sich von allein
2. Viele Haushaltsroboter, viele Einsatzszenarien
3. Automatisiertes Rasentrimmen
4. Roboter = smart?

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