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Immer mehr smarte Produkte in Haushalten

Corona sorgt für zunehmende Vernetzung

05. Oktober 2020, 14:15 Uhr   |  Autorin: Michaela Wurm

Corona sorgt für zunehmende Vernetzung
© Bild: fs Quelle: mueller-artroba-snaptitude-fotolia

Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig die Vernetzung für das Geschäftsleben und private Haushalte gleichermaßen ist. Vernetzte, smarte Geräte haben alle Bereiche des täglichen Lebens erobert und gewinnen weiter an Bedeutung, wie eine aktuelle gfu-Studie zeigt.

Homeoffice und Homeschooling, Online-Shopping und Video-Streaming, Video-Konferenzen und private Video-Chats – in den letzten Monaten zeigte sich überdeutlich, wie sehr die Vernetzung, aber auch die Abhängigkeit von ihr, in Deutschland bereits fortgeschritten ist.  

Inzwischen sind die meisten Haushalte tatsächlich umfassend vernetzt und viele verfügen über eine ganze Reihe von Geräten mit Online-Anbindung. Das zeigt die in diesem Sommer durchgeführte Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH mit rund 2.000 Teilnehmern aus Deutschland

Neben den Studienergebnissen zeige aber auch die aktuelle Marktentwicklung die steigende Bedeutung der Vernetzung, erklärt gfu-Geschäftsführerin Sara Warneke. “Für 2020 erwarten wir ein Umsatzvolumen von knapp 22 Milliarden Euro mit vernetzbaren Consumer-Electronics-Produkten, ein Zuwachs von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verglichen mit dem Jahr 2017 bedeutet dies sogar eine Steigerung um 16 Prozent.”

Internetfähige Produkte im Haushalt
© gfu

Smartphone hat den PC als wichtigstes Online-Produkt abgelöst

Spitzenreiter bei den Online-Produkten ist das Smartphone. 91 Prozent der Befragten gaben bei der Studie an, dass sie über eines verfügen. Damit hat das Smartphone den PC inzwischen vom Spitzenplatz bei den Online-Produkten im Haushalt verdrängt. Bei den 16- bis 39-Jährigen liegt der Anteil der Smartphone-Nutzer sogar bei 96 Prozent. Doch auch PCs – ob als Tower, Desktop oder Notebook – sind weiterhin stark verbreitet: 86 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihrem Haushalt ein Computer vorhanden ist. Auch hier gibt es wieder Unterschiede bei den Altersgruppen. Die über 60-Jährigen verzeichnen mit 93 Prozent eine deutlich höhere Haushaltsausstattung als die Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen mit 82 Prozent. Diese Altersgruppe ist wiederum eher ein Freund des Tablet-PCs, 61 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben ein solches Gerät in ihrem Haushalt. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bei nur 48 Prozent, während ein Tablet-PC über alle Altersgruppen hinweg betrachtet in 55 Prozent der Haushalte vorhanden ist.

Haushalte mit Smart-TV
© gfu

Mehrheit der Haushalte verfügt über einen Smart-TV

Der Fernseher ist inzwischen bei der Mehrheit (55 Prozent) der Befragten für Internetdienste gerüstet, also ein sogenannter Smart-TV. Altersabhängige Unterschiede sind aber auch hier zu erkennen: 61 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben einen smarten Fernseher, bei den über 60-Jährigen nur 47 Prozent. Insgesamt verzeichnen die smarten Fernseher das größte Wachstum innerhalb der Kategorie der Online-Produkte. 2018 betrug ihr Anteil in den Haushalten 46 Prozent, 2019 wurde erstmals die knappe Mehrheit von 51 Prozent erzielt und nun die deutlichen 55 Prozent.
Genutzt wird die Online-Fähigkeit des TV-Geräts am häufigsten (55 Prozent) zum Abrufen von kostenpflichtigen Streamingdiensten, dahinter folgt die Nutzung von in der Regel kostenfreien Mediatheken der TV-Sender (34 Prozent) und Videoportalen (33 Prozent) wie zum Beispiel YouTube. Die Bereitschaft für Streamingdienste zu bezahlen, ist besonders bei den jüngeren Befragten ausgeprägt. Bei den 16- bis 39-Jährigen gaben fast vier von fünf (79 Prozent) der Smart-TV-Besitzer an, kostenpflichtige Dienste zu nutzen.

Smart-TVs verändern Fernsehverhalten

In der gfu-Studie zeigt sich auch, dass Smart-TVs das Fernsehverhalten verändern: So gaben 50 Prozent der Smart-TV-Besitzer an, dass sie häufiger Sendungen schauen, die nicht von Werbung unterbrochen werden. Auch »Binge-Watching«, also das Anschauen von mehreren Folgen einer Serie hintereinander, wird durch Smart-TVs immer beliebter: 44 Prozent der befragten Smart-TV-Besitzer starten regelmäßig zum Serienmarathon.

Besonders ausgeprägte Serien-Junkies gibt es dabei in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen Smart-TV-Besitzer (65 Prozent). Ebenfalls erkennbar ist der Trend, dass die Smart-TV-Besitzer immer häufiger selbst bestimmen, wann etwas geschaut wird: bereits 40 Prozent von ihnen schauen unabhängig von festen Sendezeiten, bei den Jüngeren (16- bis 39-Jährige) liegt der Anteil bereits bei 51 Prozent.

Zuerst erschienen auf ict-channel.com.

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