Drei neue Fertigungen von Solarwatt

Produktionsanlage für Glas-Glas-Solarmodule in Betrieb genommen

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Mit dem Ziel, Menschen schnell und einfach mit sauberer Energie zu versorgen, baut Solarwatt seine Batteriespeicher-Fertigung aus. Die ersten produzierten Module werden bereits Ende September ausgeliefert.

Im Zuge der Abkehr von Kohlenstoff und der Hinwendung zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweis hat Solarwatt stark in die Solarmodulproduktion investiert – und investiert weiter. Rund 100 Millionen Euro sollen künftig in die Weiterentwicklung des Unternehmens fließen. Hierfür hat der Systemanbieter für intelligente Energielösungen bereits umfassende Pläne umgesetzt und stellt nun neue Fertigungslinien für Batteriespeicher und Module vor.

Mit der offiziellen Eröffnungsfeier zusammen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft ging die neue Modul-Fertigungslinien in Dresden in Betrieb. Eine Produktionskapazität von 300 Megawattpeak pro Jahr auf einer Grundfläche von rund 3.500 qm werde die neue Solarmodulfertigung F8 erreichen, so der Photovoltaik-Systemanbieter. Damit gehört sie zu eine der größten Anlagen Europas, die von Deutschland aus wirken wird. In Dresden werden dabei ausschließlich Glas-Glas-Solarmodule hergestellt, bei denen die stromerzeugenden Solarzellen auf beiden Seiten von einer Glasscheibe eingefasst sind. Dies verlängere im Vergleich zu herkömmlichen Glas-Folie-Modulen die Produkt- und Leistungsfähigkeit der Solarpaneele auf mindestens 30 Jahre, wie das Unternehmen garantiert. „Die Nachfrage von Kundenseite an Photovoltaik-Lösungen für Eigenheime und das Gewerbe steigt immer mehr – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Deshalb ist es extrem wichtig, dass wir auch hierzulande eine starke Solarindustrie haben, die Innovationen vorantreibt und Lösungen anbietet“, sagt Geschäftsführer Detlef Neuhaus zur Eröffnung der neuen Produktionsanlagen.

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Weitere Fertigungslinien und Investitionen

Zeitgleich stellt Solarwatt zwei neue Fertigungslinien für Batteriespeicher vor. Die Erweiterung der Produktionen vor dem Hintergrund der vorangetriebenen Dekarbonisierung in Deutschland versteht Solarwatt-Hauptanteilseigner Stefan Quandt als Bestätigung der Kursausrichtung, nach der sich das Unternehmen vor einigen Jahren zu einem Systemhaus mit den Kernkompetenzen ‘Energie erzeugen’, ‘Energie speichern und ‘Energie managen’ gewandelt habe. Darüber hinaus werde Solarwatt die Kopplung der Sektoren Energie, Mobilität und Wärme weiter voranzutreiben, erklärt Geschäftsführer Detlef Neuhaus. „Das Potential zur CO2-Einsparung durch die Sektorenkopplung ist riesig. Ein Hausbesitzer, der ein Elektroauto und eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Batteriespeicher betreibt, senkt die eigenen CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent.“ Hierfür arbeitet Solarwatt eng mit dem Konzern BMW zusammen, von dem das Unternehmen Original-Komponenten wie beispielsweise die Batteriezellen für seine Produktion bezieht. Der Automobil-Zulieferer Webasto fertigt darüber hinaus das Zellmodul für den Batteriespeicher von Solarwatt. Die Produktion in den beiden Batteriespeicher-Fertigungen ist bereits Anfang September angelaufen. „Die ersten Speicher werden in den kommenden Wochen an unsere Kunden ausgeliefert“, bestätigt Neuhaus.

Solarwatt beschäftigt weltweit aktuell rund 600 Mitarbeiter. Davon arbeiten mehr als 400 Personen in Dresden. Bis zum Jahr 2025 will das Dresdner Unternehmen 400 neue Stellen schaffen. In den nächsten Jahren werde hierfür über 100 Millionen Euro investiert. Rund 35 Millionen fließen dabei in die drei neuen Produktionsstätten.


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