Prüfverfahren für IP-Schutzarten

Panels, die Staub und Feuchtigkeit trotzen

20. Januar 2022, 13:15 Uhr | Sabine Narloch
Elsner Elektronik Touchpanel IP-Schutzklassen
© VDE Prüf- und Zertifizirungsinstitut

Bei der Steuerung smarter Systeme sind Touchpanels die zentrale Schnittstelle zum Nutzer – und dabei in vielen Fällen im Außenbereich oder in schmutzbelasteten betrieblichen Umgebungen im Einsatz. Hier ist es elementar, dass weder Feuchtigkeit noch Staub die Funktionstüchtigkeit beeinträchtigen.

Staubig, schmutzig, nass – nach Umgebungen, die solche Umstände aufweisen, muss man nicht lange suchen: Werkstätten, Lager- und Produktionshallen gehören oft dazu, Gärtnereien, aber auch der Garten fallen ebenfalls unter diese Kategorie. So ist meist schon die heimische Terrasse ungeeignet für Fernbedienungen, die nur für den Innenraum entwickelt wurden. Tau und Kondenswasser reichen über kurz oder lang aus, um vergessene oder absichtlich mit nach draußen genommene Geräte zu zerstören, erklärt Rita Buse gegenüber Smarthouse Pro. Sie verantwortet die Bereiche Marketing, Presse und Technische Dokumentation bei Elsner Elektronik. Das Unternehmen hat mit dem „Fabro KNX mit IP66“ ein Touchpanel herausgebracht, das auch an solch diffizileren Orten zum Einsatz kommen kann. Angedeutet wird das bereits im Namen durch die Kennung IP66.

IP-Schutzklassen

Die beiden Buchstaben IP stehen für International Protection – mitunter auch für Ingress Protection, also Schutz gegen Eindringen. IP-Schutzartklassen geben an, wie gut elektrische Geräte vor Fremdkörpern, Berührung sowie Wasser geschützt sind. Die erste Kennziffer steht dabei für den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Wurde eine der beiden Eigenschaften nicht getestet, wird anstelle einer Ziffer ein X geschrieben.

Und was sagen die Ziffern aus? Eine 2 bestätigt den Schutz vor fallendem Tropfwasser bei einem bis zu 15 Grad geneigtem Gehäuse. Eine 6 steht für Schutz gegen starkes Strahlwasser. Eine 8 erhält ein Gerät dann, wenn es auch bei dauerndem Untertauchen wasserdicht ist. Je besser der Schutz, desto höhere Werte haben also die beiden Kennziffern im IP-Code. Prüfungen solcher Art führen beispielsweise der TÜV, die Dekra oder der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) durch.

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