Arbeitsplatzorientierte Beleuchtung

Licht richtig lenken

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Arbeitsplatzorientierte Beleuchtungskonzepte benötigen ein umfangreiches Know-how über Lichttechnik, können sich aber letztlich nicht allein auf die lichtplanerischen Grundgrößen verlassen. Es gilt: Lichtanteile lenken, Raumzwänge bewältigen und immer den Nutzen im Hinterkopf behalten.

Eine neue Beleuchtungsanlage soll sich nicht nur rechnen, indem sie schlicht Räume erhellt. Im besten Fall verändert sie sich mit der Lichtsituation, integriert auch Tageslicht und bietet darüber hinaus eine maßgeschneiderte Lösung für den Arbeitsplatz. Für Arbeitsumgebungen gibt es mittlerweile zahlreiche interessante Optionen, aber auch viele Faktoren gleichzeitig zu bedenken. Handelt es sich etwa um einen Konferenzraum, in dem Licht die Konzentration unterstützen? Steht eher eine Akzentbeleuchtung für den Büroarbeitsplatz im Vordergrund oder soll in der Cafeteria zur Entspannung angeregt werden?

Licht hat viele Eigenschaften, um das Beste aus dem Arbeitstag herauszuholen. Doch braucht es planerisches Geschick und zuverlässiges Wissen über die Gütekriterien einer guten Beleuchtung, um tatsächliche Verbesserungen des Lichtkomforts und der Raumwirkung zu erzielen. Eine Hauptaufgabe für die Gestaltung von Arbeitsplätzen – die Blendfreiheit – erfordert die Entscheidung, welche Licht- und Leuchtenart am Ende die richtige ist. So ist unmittelbar aus der Leuchte austretendes Licht zwar am effizientesten und die Ausbeute am höchsten, weil nur wenig Streueffekte auf dem Weg zur Nutz- oder Arbeitsebene entstehen. Ein Blendanteil wäre hier allerdings so hoch, dass Angestellte am besten nicht direkt in die Leuchte schauen. Harald Popp, Lichttechniker und Experte bei Regiolux, erklärt: „Das direkte Licht ist natürlich am wirtschaftlichsten. In der Lichtplanung gilt es, die optimale Lichtqualität mit einer möglichst hohen Wirtschaftlichkeit der Beleuchtungsanlage zu vereinen.“ Lichtkonzepte müssen diesen Kompromiss unter Einbezug aller Umgebungs- und Raumfaktoren aushandeln. Ob Verluste von Licht­anteilen über die Deckenhöhe, reflektierende Wände oder sogar Mehrfachreflexionen und Brechungen, die die Lichtstrahlrichtung verändern – all diese Faktoren sind zugunsten des Nutzzwecks und der jeweiligen Bedürfnisse in die Planung miteinzubeziehen.

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  1. Licht richtig lenken
  2. Lichtsuppe vermeiden
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