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Erste Solarsauna in den Schweizer Alpen

13. August 2020, 10:10 Uhr   |  Antje Müller

Erste Solarsauna in den Schweizer Alpen
© Heuberge AG

Wo eine herkömmliche Sauna auf Brennholz oder Strom angewiesen ist, benötigt die im Prättigau entwickelte Sauna nur Solarenergie. Das Entwickler-Team setzt damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit und trotzt dem Klimawandel.

Kürzere Winter, weniger Schnee – der Klimawandel setzt den Tourismusbetrieben wie den Heubergen zu. Nachhaltige Lösungen sind gefragt, um die Energiewende auch hoch oben in den Bergen voranzutreiben und um neue Angebote zu schaffen. Aus diesem Grund haben Sara Wiesendanger und Henrik Vetsch, vom Tourismusbetrieb Heuberge AG, Anfang Januar 2020 das erste HEF (Heuberge Ecologic Forum), eine Innovationskonferenz, ins Leben gerufen. Die Gewinner-Idee einer Solarsauna wurde dann in wenigen Monaten umgesetzt und ermöglicht nun emissionsfreien, nachhaltigen Wellness-Genuss. „Uns war es wichtig, mit dem HEF eine Veranstaltung ins Leben zu rufen, aus der Projekte mit konkreten Lösungen für nachhaltigen Tourismus entstehen. Der Tourismus eignet sich perfekt um Innovationen zu verbreiten und die Heuberge sind der ideale Standort, um Entwicklungen zu testen und die Idee vom jungen Social Entrepreneur Urs Riggenbach hat uns sofort begeistert“,  so Sara Wiesendanger, Geschäftsleiterin Heuberge.

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Die mit einem Lytefire-Sonnenkollektor angetriebene Solarsauna ist in der Winterzeit auch mobil unterwegs und kann hoch in die Berge gebracht werden.

Herausgekommen ist eine Sauna, die mit einem Lytefire-Sonnenkollektor angetrieben wird, der mittels Spiegel das Licht bündelt und auf die Saunasteine bringt. Die Solarsauna rotiert, um der Sonne zu folgen. Ursprünglich wurde die Technologie entwickelt, um in Afrika, Asien und Lateinamerika diverse Backöfen, Trockner und Röstereien von Kleinunternehmer anzutreiben. So konnten dort Alternativen zu Brennholzöfen errichtet werden, um die bedrohten natürlichen Ressourcen zu schonen und Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen. Dass dieselbe Lytefire-Technologie aber auch in anderen Lebensbereichen praktisch genutzt werden kann, erfahren die Besucher der Heuberge im dafür errichteten Solarpark, wo sie unter anderem mit dem Sonnenkollektor Kaffee rösten oder Pizza in einem Solarofen backen können. Für Wiesendanger lagen diese weiterführenden Überlegungen in Richtung Solarenergie nahe: „Nachdem wir bereits die Sauna mit Solarenergie antreiben, ist es für uns logisch auch andere Angebote zu entwickeln, wie zum Beispiel Workshops in denen Familien selber Pizza mit Solarenergie backen können. Dabei lernt man an einem praktischen Beispiel und damit nachhaltig, wie Lösungen für eine umweltfreundliche Zukunft aussehen können.“

Das Entwickler-Team, bestehend aus dem Solothurner Urs Riggenbach von der Finnischen Firma Lytefire und Henrik Vetsch und Sara Wiesendanger vom Tourismusbetrieb Heuberge AG, möchte mit der Kombination von Erholung und Nachhaltigkeit seinen Beitrag leisten, damit sie Gästen auch in Zukunft Erholung und Entspannung mitten in der Natur bieten können. Denn "wenn sich Gäste bei uns entspannen können und sie gleichzeitig mit gutem Gewissen nach Hause fahren, ist dies im doppelten Sinne nachhaltig“, so Wiesendanger.

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