Gebäudesteuerung über KNX

Der Standard für das Premium-Segment

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Zahlreiche Elektroinstallateure und nicht zuletzt die Mitglieder der KNX Association selbst schwören auf die Technologie. Das betrifft nicht nur die vielseitige Einsetzbarkeit in der Heim- wie auch Gebäudesystemtechnik. Was macht KNX auch in Zukunft interessant?

Das Smart Home gibt es eigentlich bereits seit mindestens 31 Jahren, wenn man sich in der Elektrotechnik umschaut. Denn schon Anfang der 90er Jahre hatte ein weltweiter Zusammenschluss verschiedener Hersteller den Grundstein für einen übergreifenden Standard gelegt, der zahlreiche Gewerke umschließt und die Basis für die Zukunft der Gebäudesteuerung schaffen sollte. Und immerhin war zu diesem Zeitpunkt noch nicht an Kompatibilität zwischen Elektroinstallationen, Haushalts- und Unterhaltungsgeräten sowie Gebäudetechnik zu denken. Das sollte sich ändern, als sich die Organisationen BatiBus Club International (BCI), die European Installation Bus Association (EIBA) und die European Home System Association (EHSA) offiziell zur KNX Association zusammenschlossen, um Richtlinien und Grundlagen für die Technologie des Konnex-Bus (KNX) festzulegen.

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Schirpy & the New Product
Dipl.-Ing. Christian Schirp, Geschäftsführer von Schirpy & the New Product und Berater für Elektrotechnik: „Meiner Meinung nach liegt der Schwerpunkt von KNX eindeutig zurzeit noch auf Twisted Pair, wird sich aber zukünftig im Bereich IP verschieben.“
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Heute hat die gewinnorientierte Gesellschaft Vereinbarungen mit mehr als 95.000 Partnern in über 190 Ländern weltweit getroffen. Zahlreiche Mitglieder und Hersteller decken fast jeden Bereich im Smart Home ab, von der Licht- und Rollladensteuerung über Heizung und Klimatisierung bis hin zu Alarm- sowie Einbruchschutzsystemen. Und die Mitglieder entwickeln den Bus-Standard für weitere Anwendungen in der Heim- und Gebäudesystemtechnik kontinuierlich weiter, sorgen mittlerweile für einen beachtliche Geräteauswahl und einen weitläufigen Funktionsumfang im Bereich Smart Home sowie mittlerweile einen eigenen Funkstandard namens KNX RF.

Doch es gab auch immer wieder Kritikpunkte. So handelt es sich bei KNX-Systemen um kabelgebundene Lösungen (ausgenommen KNX RF), die einen nicht unerheblichen Aufwand in Planung, Installation und Investition erfordern. Gerade für den Einstieg ins Smart Home wird der Einsatz einzelner Schalter und Taster schnell preisintensiv und relativiert sich erst, wenn mehrere Geräte und verschiedenste Gewerke miteingebunden werden. „Das KNX-System ist im Gegensatz zu anderen Systemen ein Premium-System“, macht Christian Schirp, Geschäftsführer von Schirpy & the New Product und Berater für Elektrotechnik, deutlich. „Aber deshalb wollen bestimmte Leute dieses System auch, weil sie eben immer im Premium-Segment unterwegs sind.“ Im Einstiegssegment wird KNX daher vermutlich die Ausnahme bleiben.  


  1. Der Standard für das Premium-Segment
  2. Dezentraler Systemaufbau
  3. Es geht nicht ohne Datenschutz und Datensicherheit

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