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Das Gebäude als Krisenhelfer


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

3D-Druck im Bauwesen: Günstige Isolierstationen im Eilverfahren

Winsun, 3D-Druck
Als die Zahl an Isolierstationen in China knapp wurde, errichtete der chinesische Hersteller Winsun 15 Fertighäuser innerhalb von 24 Stunden mithilfe der 3D-Druck-Technologie. 
© Winsun

Vorliegendes Beispiel fällt eher unter die Kategorie „the intelligent way of building a smart building“, bezieht sich also vielmehr auf die Herstellungsweise des Gebäudes: Per 3D-Druck hatte das chinesische Unternehmen bereits im Februar 15 sogenannte „Quarantänehäuser“ innerhalb von 24 Stunden errichtet. Somit betrug die Bauzeit der als Isolierstationen angedachten Häuser weniger als zwei Stunden. Die Zahl der in China nachweislich am Coronavirus erkrankten Personen war zuvor schnell angestiegen, sodass sich die Kapazitäten an Quarantänezimmern vieler Krankenhäuser stark dezimiert hatte. Schnelle Lösungsansätze mussten her. Winsun bot hier mit dem 3D-Druck-Verfahren eine rasche und kostengünstige Alternative. 

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Winsun, 3D-Druck
Die einzelnen Isolierstationen sind  jeweils 10 Quadratmeter groß und 2,8 Meter hoch. Sie entstehen in circa zwei Stunden und bieten jeweils Platz für bis zu zwei Betten. Die einzelne Station kostet 4.000 US-Dollar, also circa 3.700 Euro.
© Winsun

Ursprünglich als mobiles Zuhause für die Tourismusbranche konzipiert, kam man zu der Erkenntnis dass sich die Struktur der Fertighäuser ebenso für isolierte Unterkünfte eignete. Nach dem Ausbruch des Coronavirus passte Winsun daher die Häuser entsprechend an. Beim Bau wurde auf Extrusionsdruck zurückgegriffen, bei dem Schienen auf der Baufläche installiert werden, an denen der Roboterarm des Druckers entlanggeführt wird. Schicht für Schicht wird die, aus recycelten Bauresten bestehende, Masse extrudiert. Diese härtet besonders schnell aus und gewährleistet somit, dass die verschiedenen Schichten über genügend Stabilität verfügen, um nicht unter der Last der oberen Schichten zusammenzubrechen. Für den 3D-Druck verwendet Winsun Beton und recycelte Materialien. In den 3D-gedruckten Stationen sei das Personal laut Hersteller sicher vor extremen Temperaturen, Wind und Erdbeben. Die Einheiten könnten leicht transportiert werden und ohne große Umstände mit Strom versorgt werden.

Krankenhäuser können die 3D-gedruckten Isolierstationen mieten beziehungsweise ein Abonnement darauf abschließen. Winsun sucht bei nationalen und sozialen Unternehmensgruppen derzeit Unterstützung für seine Initiative. Sie arbeiten auch daran, Ressourcen für Sonnenkollektoren, Elektrogeräte und mehr zu finden, damit sie die Einheiten damit vervollständigen können.


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