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Eine Mrd. US-Dollar für Power-One

22. April 2013, 18:47 Uhr | Thomas Jungmann
ABB-Chef Joe Hogan: »Die Photovoltaik macht rapide Fortschritte, Netzparität zu erreichen, und hat somit das Potenzial, den Energiemix der Zukunft mitzuprägen.«
ABB-Chef Joe Hogan: »Die Photovoltaik macht rapide Fortschritte, Netzparität zu erreichen, und hat somit das Potenzial, den Energiemix der Zukunft mitzuprägen.«
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Für eine Mrd. US-Dollar übernimmt der Energietechnik-Konzern ABB den Wechselrichter-Hersteller Power-One inklusive Nettobarmittel der US-Firma in Höhe von 266 Millionen US-Dollar.

Gemeinsam mit dem Anbieter von Produkten im Bereich erneuerbare Energien und von energieeffizienten Umrichter- und Leistungsmanagementlösungen entsteht so laut ABB ein weltweit führender Anbieter im attraktivsten und »intelligenten« Bereich der Photovoltaik-Wertschöpfungskette. Und das laut ABB genau zum richtigen Zeitpunkt: Die Internationale Energieagentur IEA sagt für diesen Markt bis 2021 ein jährliches Wachstum von über zehn Prozent vorher. Die Übernahme ergänzt das wachsende Wechselrichtergeschäft von ABB einerseits und verschafft Power-One Zugang zu den beträchtlichen ABB-Kapazitäten in der Forschung & Entwicklung sowie im globalen Servicegeschäft und Vertrieb.

»Der Zusammenschluss von ABB und Power-One entspricht unserer 2015-Strategie und würde einen starken globalen Anbieter schaffen, der erfolgreich im Wettbewerb bestehen und Mehrwert für Kunden, Mitarbeitende und Aktionäre schaffen kann«, kommentiert ABB-Chef Joe Hogan die Transaktion. Sie wird aller Voraussicht nach im zweiten Halbjahr 2013 abgeschlossen sein und bedarf noch der Genehmigung von Aktionären und Aufsichtsbehörden.

Power-One bietet eine breite Palette von Solarwechselrichtern an, deren Anwendungsbereich von Einfamilienhäusern bis zur Versorgungswirtschaft reicht. Das Unternehmen hat weltweite Fertigungsstätten und sein Portfolio an Energielösungen stellt eine Ergänzung zum Leistungselektronikgeschäft der ABB dar. Power-One beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter, vor allem in Italien, China, den Vereinigten Staaten und der Slowakei. 2012 erwirtschaftete das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 120 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von rund einer Mrd. US-Dollar.


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