Lapp Kabel / Kostal

Erstmals kompatible Steckverbinder für PV-Anlagen

8. Juli 2013, 16:45 Uhr | Pamela Schröder
Lapp, Kabel, PV Steckverbinder
Bislang konnte nicht sichergestellt werden, dass miteinander kombinierte PV-Steckverbinder verschiedener Hersteller dauerhaft den Ansprüchen an mechanischer Festigkeit und Dichtheit standhalten. Lapp Kabel und Kostal Industrie Elektrik wollen dies nun ändern.
© Lapp Kabel

Lapp Kabel und Kostal Industrie Elektrik gewährleisten ab sofort die Kompatibilität ihrer Steckverbinder für Photovoltaikanlagen.

Die meisten Hersteller von PV-Steckverbindern gaben bisher vor, ihre Produkte nicht mit denen anderer Hersteller zu kombinieren. Das kommt daher, dass alle Produzenten Fertigungstoleranzen für ihre jeweiligen Steckverbinder festlegen, diese aber normalerweise nicht nach außen kommunizieren. So kann es vorkommen, dass Steckverbinder verschiedener Hersteller in manchen Fällen sicher kombiniert werden können und in anderen nicht. Es kann auch der Eindruck entstehen, dass eine sichere Verbindung hergestellt wurde, in Wahrheit jedoch erfüllen sie nicht dauerhaft die Ansprüche an mechanische Festigkeit und Dichtheit. Nur wenn also beide Unternehmen einwilligen, diese internen Informationen auszutauschen, kann garantiert werden, dass die Steckverbinder kombinierbar sind. Unilateral lässt sich die Kompatibilität dagegen nicht zuverlässig in jedem Fall gewährleisten, da die Anpassung hier nur auf Abmessungen und Hochrechnungen eines anderen Steckverbindermodells erfolgen kann, ohne jedoch auf Kenntnisse über Fertigungsabweichungen zurückgreifen zu können. Lapp und Kostal Industrie Elektrik haben daher vereinbart, sich über eventuelle, zukünftige Änderungsvorhaben der jeweiligen Gegenseite, wie beispielsweise den Einsatz neuer Werkzeuge oder Veränderungen der Materialzusammensetzung, rechtzeitig zu informieren.

Sollte es trotz des Informationsaustauschs und der ausführlichen Prüfung doch einmal zu einer Beschädigung durch die Kombination der Steckverbinder Epic Solar 4 Thin und Kostal KSK 4 kommen, übernimmt der jeweilige Hersteller die Gewährleistung für seine Komponenten. Ergibt die Fehleranalyse keine eindeutige Zuordnung zu einem Steckverbindertypen, übernehmen beide Firmen die Gewährleistung jeweils zur Hälfte. Mit dieser Lösung wird ein häufig auftretendes Schadensrisiko von den Schultern der PV-Installateure und Anlagenbetreiber genommen.


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