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Solarmodul-Umsatz wird 2013 um 20 Prozent einbrechen

16. Mai 2013, 8:46 Uhr | Pamela Schröder
Globale Umsatzentwicklung der PV-Hersteller
© solarbuzz

Laut einer Untersuchung des amerikanischen Marktforschungsunternehmens solarbuzz werden 2013 die globalen Erlöse der PV-Industrie um 20 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar (2012: 25,5 Milliarden) einbrechen. 2015 soll eine Erholung einsetzen, die die Umsätze bis 2017 auf 32 Milliarden Dollar treibt.

Hintergrund des Einbruchs ist der extreme Vertauensverlust, den die PV-Industrie 2012 erlitten hat, als die Verkaufspreise um etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrachen, während die Marktnachfrage lediglich um 5 Prozent (Jahresvergleich) zunahm. Dieses Missverhältnis setzte die PV-Industrie extrem unter Druck, die in 2010 und 2011 ihre Kapazitäten auf eine mögliche Produktionskapazität von 45 GW ausgebaut hatte, während 2012 lediglich 29 GW nachgefragt wurden.

»Herstellungsüberkapazitäten und sinkende Umsätze hatten 2012 dramatische Auswirkungen auf die PV-Industrie und dieser Trend wird 2013 anhalten« sagt Michael Barker, Chef-Analyst bei NPD Solarbuzz. Der NPD Solarbuzz »Marketbuzz 2013« Report prognostiziert für 2014 eine weitere Konsolidierung des PV-Sektors. Die durchschnittlichen Modulverkaufspreise sollen weiterhin abnehmen, wenn auch mit geringerer Dynamik als in den Vorjahren.  »Die Abschwung-Phase 2013 und 2014 zu überleben ist das Schlüssel-Ziel für alle Hersteller solarer Photovoltaik«, sagt Michael Barker.  »Modulanbieter mit profitablen Geschäftsmodellen werden als Marktführer hervortreten. 2015 dürfen sie eine Industrie erwarten, die starke Wachstumspotentiale bietet, die das Vertrauen in den PV-Herstellungssektor wiederherstellt und zu weiteren Investitionen in neue Kapazitäten und Technologien der nächsten Generation führt.«

Barker weiter: »Die Aktienpreise mehrerer öffentlich gehandelter PV-Hersteller sind beinahe so stark gefallen, dass ihre Börsennotierungen eingestellt wurden. Die berichteten Betriebsverluste betrugen mehrere hunderte Millionen Dollar pro Quartal und viele Hersteller stellen weiterhin Insolvenzanträge. Vorherzusagen, wie und wann die PV-Industrie in die Profitabilität zurückkehrt, ist mittlerweile entscheidend für alle Marktteilnehmer geworden.«


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