Photovoltaik-Anwendungen

Oberpfälzer Druckerei druckt mit Solarstrom

29. November 2017, 13:46 Uhr | Stefan Schall
Diese PV-Anlage auf dem Dach einer Druckerei leistet 95 kWp.
So sieht sie aus, die 95-kWp-PV-Anlage auf dem Dach des Druckzentrums Regler in Altenstadt.
© IBC Solar

Das Druckzentrum Regler in Altenstadt an der Waldnaab (Oberpfalz) wünschte sich mehr Unabhängigkeit vom örtlichen Stromversorger und eine Senkung der hohen Energiekosten. Das Systemhaus IBC Solar erfüllte den Wunsch mit einer 95-kWp-PV-Anlage auf dem Dach einer Produktionshalle des Druckzentrums.

Das Druckzentrum Regler bedruckt nahezu alles, außer Papier. Neben dem konventionellen Sieb- und Textildruck setzt das Unternehmen vor allem auf hochwertigen Großformat-Digitaldruck beispielsweise für Werbeschilder, Fahnen und Messesysteme. Bislang deckte während der Produktionszeiten ein Dieselgenerator den sehr hohen Energiebedarf von etwa 350.000 kWh pro Jahr. So war die Druckerei unabhängig vom örtlichen Energieversorger und konnte zudem die Abwärme des Generators für die Erwärmung der Produktionshallen und die Erzeugung von Prozesswärme nutzen. Im Sommer 2017 wurde der Produktionsprozess weiter für die Zukunft gerüstet. Im Zuge der Modernisierung hat der IBC-Solar-Fachpartner Krisch Energietechnik im August auf einer der Hallen eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 95,4 kWp installiert. Die Anlage entlastet fortan die Stromproduktion des Dieselgenerators.

Die PV-Anlage reduziert nicht nur den Treibstoffbedarf erheblich, sie vermeidet auch Lastspitzen am Dieselaggregat. Zur Anbindung der Solaranlage an das Aggregat kommt ein Hybrid-Controller der Firma Dhybrid zum Einsatz. Der Controller gewährleistet, dass der Generator störungsfrei in Kombination mit der Solaranlage läuft. Für das kommende Jahr ist in Ergänzung zu einer erweiterten PV-Anlage ein Lithium-Ionen-Speicher im Gespräch. Denn die Kapazität des  Dieselaggregates wird bald erreicht sein. Zudem kommt es produktionsbedingt mehrmals täglich zu Lastspitzen. Diese ließen sich mit gespeichertem Solastrom ausgleichen. In Perioden geringerer Last könnte der Speicher anschließend von der PV-Anlage oder vom Dieselaggregat wieder aufgeladen werden. Die Anschaffung eines zweiten Dieselgenerators wäre so entbehrlich.
 
Erich Regler, Geschäftsführer des Druckzentrums, freut sich: »Bereits seit 1984 versuchen wir, uns unabhängig von Anschluss- und Bezugskosten der Stromversorger zu machen. Damals haben wir mit einer Lösung zur Kraft-Wärme-Kopplung erfolgreich den ersten Schritt gemacht. Mit der Installation der Solaranlage haben wir wieder eine sehr gute Lösung gefunden.«

Anbieterkompass Anbieter zum Thema

zum Anbieterkompass

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

IBC SOLAR AG