Solarstrom »Made in Germany«

Die Deutschen gehen auf Nummer sicher

23. November 2016, 9:03 Uhr | Cornelia Meier
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Wenn es um das Eigentum geht, wählt der deutsche Hausbesitzer die sichere Variante. Das zeigt eine Untersuchung von etwa 500 realen Angeboten von Privatpersonen und Solarteuren hinsichtlich der Planung und Umsetzung einer PV-Anlage aus dem Jahr 2016 durch solaranlagen-portal.com.

Die durchschnittliche Solaranlage in Deutschland nutzt 28,2 Module mit einer Leistung von rund 7,6 kWp. Die Kosten einer solchen Anlage belaufen sich dabei durchschnittlich auf 10.578 Euro netto. Der damit erzeugte Strom liegt bei etwa 7.150 kWh. Dadurch ergibt sich ein Überschuss, der einen ganzen weiteren Haushalt mit Solarstrom versorgen könnte.

Laut solaranlagen-portal.com zeigen die Ergebnisse das große Sicherheitsbedürfnis bei der Installation einer neuen PV-Anlage. Die gleichbleibenden Fixkosten und der Wunsch nach Sicherheit scheinen bei vielen Hausbesitzern dafür zu sorgen, eine möglichst große Dachfläche der eigenen Immobilie mit Solarmodulen auszustatten.

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Marktführer bei privaten Anlagen
Schaut man sich den Weltmarkt an, sind chinesische und japanische Hersteller von Solarzellen und -modulen Marktführer. Doch zwischen großen Industrieanlagen und privaten PV-Anlagen in Deutschland gibt es Unterschiede: Die Branchen-Analyse zeigt, dass bei der Planung und Umsetzung privater PV-Anlagen auf Qualität »Made in Germany« zurückgegriffen wird.

Marktführer in diesem Bereich ist Heckert mit einem Anteil von 14,95 Prozent, dicht gefolgt von Solarworld mit 13,32 Prozent und IBC Solar mit einem Anteil von 12,85 Prozent. Auf Platz 4 findet sich mit 10,51 Prozent der Hersteller LG; alle weiteren 12 erfassten Hersteller kämpfen um einstellige Marktanteile innerhalb privater Angebote für deutsche Solaranlagen.

Dass die asiatische Konkurrenz abgeschlagen zurückliegt, liegt vor allem daran, dass viele Privatpersonen und Solarteure die Qualität, Passgenauigkeit und die hochwertige Verarbeitung deutscher Hersteller speziell dann schätzen, wenn privates Eigentum mit einer Anlage ausgestattet werden soll. Geht es hingegen um flächenmäßig große Anlagen, siegt der Preis und es werden asiatische Hersteller bevorzugt.

Qualität und Design aus Niestetal
Im Vergleich zu der Wahl der Module, gibt es bei den Herstellern von Wechselrichtern einen eindeutigen Marktführer. SMA überzeigt den Verbraucher durch intelligente Systemtechnik für mehr Unabhängigkeit und erreicht in der Auswertung einen Anteil von über 40 Prozent. Auf den folgenden Plätzen befinden sich Fronius mit rund 20,33 prozent und Kostal mit 16 Prozent.


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