Exklusivinterview mit Solarwatt

Der Speichermarkt nimmt Fahrt auf

23. Mai 2017, 10:34 Uhr | Cornelia Meier
Dr. Olaf Wollersheim leitet gemeinsam mit Dr. Andreas Gutsch das Technologiezentrum Solarwatt Innovation.
Dr. Olaf Wollersheim leitet gemeinsam mit Dr. Andreas Gutsch das Technologiezentrum Solarwatt Innovation.
© SOLARWATT AG

Auf der Intersolar stellt Solarwatt den neuen Stromspeicher »MyReserve Matrix« vor. Doch was unterscheidet das System vom bisherigen Speichermodell des Anbieters? Und was ändert sich für die Installateure? Diese und weitere Fragen beantwortet Solarwatt Innovation Geschäftsführer Olaf Wollersheim.

Herr Wollersheim, Sie beschreiben den MyReserve Matrix als »den ersten vollständig modularen Stromspeicher der Welt«. Was unterscheidet ihn von anderen modular aufgebauten Batteriespeichern?  
Der Vorteil eines modular aufgebauten Systems ist immer, dass sich der Speicher exakt an das Nutzungsverhalten des Endkunden anpassen lässt. Allerdings gab es bei den bisherigen Systemen noch Einschränkungen, was die Kapazität oder die Leistung anging. Bei der MyReserve Extension konnten wir beispielsweise technisch nur eine Speicherkapazität von bis zu 8,8 kWh abbilden. Mit der MyReserve Matrix sind dem Endkunden und dem Installateur keine Grenzen mehr gesetzt. Wir können mit einem System eine Fülle an neuen Anwendungsfällen bedienen. Umgekehrt erhält der Endkunde mit diesem System immer den für ihn optimalen und wirtschaftlichsten Stromspeicher.

Für welche Anwendungszwecke eignet sich MyReserve Matrix?
Das System kann mit einer Speicherkapazität von 2,2 kWh bis zu etwa 2 MWh dimensioniert werden. Die Leistung ist ebenfalls flexibel nach oben skalierbar, indem man um zusätzliche Batteriemodule erweitert. Daher eignet es sich für eine Reihe von Anwendungsbereichen: vom Einfamilienhaus über das Kleingewerbe bis hin zum Einsatz in einer großen Industrieanlage. Dank des modularen Aufbaus sind wir in der Lage, jede Speichergröße in diesem Bereich exakt abzudecken, was die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage erhöht. Denn so kann man den Speicher genau an die bestehenden Anforderungen anpassen.

 

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Im elektrobörse smarthouse Interview erläutert Achim Parbel, Vice President Sales D-A-CH bei Solarwatt, die Besonderheiten des neuen Batteriespeichersystems »MyReserve Matrix« und den Unterschied zu den bisherigen Systemen.

Was bedeutet der neue, modulare Aufbau für die Installateure?
Die modulare Bauweise hat auch für den Installateur Vorteile: Erstens haben die beiden Grundkomponenten des Speichersystems nur noch die Größe eines Schuhkartons, was einen geringen Lager- und Transportaufwand zur Folge hat. Außerdem wiegen die Komponenten jeweils nicht mehr als 25 Kilogramm und können so von einem Handwerker gehoben und installiert werden. Auch das Thema Service wird zukünftig vermehrt im Mittelpunkt stehen. Bei der MyReserve Matrix kann der Solarteur aufgrund der modularen Bauweise einfach ein fehlerhaftes Modul mit wenigen Handgriffen austauschen, was dann eher einer Wartung gleichkommt.

Unterscheidet sich der Installationsvorgang im Vergleich zu den anderen Solarwatt Batteriespeichern? Sind Schulungen nötig?
Grundsätzlich bleibt bis auf eine Ausnahme alles beim Alten: Zuerst wird die Aufhängung angeschraubt, dann die Module eingehängt und verkabelt. Wir arbeiten bei der MyReserve Matrix aber mittlerweile mit Steckverbindungen. Obwohl sich die Installation nicht grundsätzlich von den bisherigen Modellen unterscheidet, werden wir dennoch Schulungen für das neue Speichersystem anbieten. Uns ist wichtig, dass die Installateure sicher sind, wie sie das System handhaben müssen.

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  1. Der Speichermarkt nimmt Fahrt auf
  2. Eigenverbrauch wird immer wichtiger

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