Umbau zum Gesundheitskonzern

Philips' Strategie trägt erste Früchte

31. Januar 2018, 8:11 Uhr | Autor: Natali Schwab, dpa / Redaktion: Diana Künstler
Philips Innergizer High Performance Blender
Für Philips bringt die Neuaufstellung hin zum Gesundheitskonzern erste Erfolge. So stieg der Nettogewinn 2017 von knapp 1,5 Milliarden auf fast 1,9 Milliarden Euro.
© Philips

Philips folgt mit dem radikalen Wandel einem Trend: Der ehemalige Mischkonzern will sich auf Gesundheitsthemen konzentrieren, kauft entsprechend hinzu und stößt alte Sparten ab. Die Strategie geht bis dato auf.

Philips kommt beim Umbau zu einem Konzern für Gesundheitstechnologie voran. Dank eines guten Schlussquartals konnte der ehemalige Mischkonzern den Gewinn im vergangenen Jahr deutlich steigern. Dabei profitierten die Niederländer auch von Einsparungen und einem Sondergewinn durch den Verkauf von weiteren Anteilen an der ehemaligen Lichttochter Philips Lighting. Kosten für den Konzernumbau sowie Belastungen aus der US-Steuerreform konnten so mehr als ausgeglichen werden.
2017 sei ein gutes Jahr gewesen, teilte Vorstandsvorsitzender Frans van Houten mit. Philips habe seine Ziele erreicht, die Integration der zugekauften Unternehmen sei auf einem guten Weg.

Frans van Houten, Philips
2017 sei ein gutes Jahr gewesen, teilte Vorstandsvorsitzender Frans van Houten mit. Philips habe seine Ziele erreicht, die Integration der zugekauften Unternehmen sei auf einem guten Weg.
© Philips

Philips konzentriert sich mittlerweile auf Gesundheitsthemen. Ein Bereich widmet sich der Medizintechnik, wie etwa die bildgebende Diagnostik, wie sie auch die Konkurrenten Siemens oder General Electric anbieten. Zudem wendet sich der Konzern mit Elektronikgeräten wie Rasierern oder Kaffeemaschinen direkt an die Verbraucher. Vom Mischkonzern alter Prägung, der von Unterhaltungselektronik über Halbleiter bis Glühlampen und Medizintechnik alles im Angebot hatte, ist mittlerweile nichts mehr übrig. Die Sparten wurden in den vergangenen Jahren verselbstständigt und später verkauft. Das Geschäft mit Unterhaltungselektronik wurde ebenso abgegeben wie der Chipbereich. Aus dem Halbleitergeschäft ging 2006 der jetzige Konzern NXP hervor, um den derzeit ein Übernahmekampf tobt: Der US-Konkurrent Qualcomm würde sich den Chipkonzern gerne einverleiben.

Ihre Lichtsparte Philips Lighting brachten die Niederländer 2016 an die Börse. Seine Beteiligung hat der Konzern Ende vergangenen Jahres auf unter 30 Prozent gesenkt. Die Beteiligung gilt als nicht strategisch und soll weiter reduziert werden. Gleichzeitig baute Philips sein Gesundheitsgeschäft durch Übernahmen aus.


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