20. BraunPrize Designwettbewerb

Design for What Matters

19. September 2018, 14:02 Uhr | Axel Pomper

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Die Gewinner in der Kategorie Nachwuchstalente:

  • Gold: ASHA, von Peter Alwin
  • Silber: Colo, von Matus Chlpek
  • Bronze: INST.ant, von Andreas Munk

ASHA von Peter Alwin erhielt den Gold Prize über 15.000 US-Dollar. ASHA ist ein Gerät, das eingesetzt werden kann, um Kinder mit zu geringem Geburtsgewicht in ländlichen Regionen Indiens zu überwachen. Das simple tragbare Gerät misst das Gewicht und die Temperatur des Kindes über eine integrierte, solarbetriebene Digitalwaage und einen hygienischen, berührungsfreien Infrarot-Thermometer. Die Gewichtszunahme des Kindes wird engmaschig überwacht, sodass in den entscheidenden ersten Wochen bei Bedarf eine schnelle Behandlung möglich wird.

Der Silver Prize über 10.000 US-Dollar ging an Colo von Matus Chlpek. Colo ist ein ganz neuer Sneaker, der Fußfehlstellungen korrigiert und das Gangbild von Kindern zwischen drei und zwölf Jahren verbessert. Zum Design gehören der Schuh, eine Smartphone-App und eine maßgefertigte 3DInnensohle. Die wichtigste Funktion von Solo ist die passive Nachverfolgung des Gangbilds, entweder visuell oder noch präziser über die App. Es ist eine spielerische Möglichkeit für Kinder mit Fußproblemen und außerdem ein Produkt mit einer Botschaft: Jeder ist anders und das ist gut so.

Der Bronze Prize über 5.000 US-Dollar ging an INST.ant von Andreas Munk. INST.ant ist ein Anhängersystem, das jedes Fahrrad in eine Transportlösung verwandelt. Der Erfinder greift damit einen wichtigen Vorteil des Autos gegenüber dem Fahrrad auf und möchte erreichen, dass die Menschen sich öfter für das Fahrrad entscheiden. Die Klapptechnik des Anhängers basiert auf dem Teleskop-Prinzip. Durch sein kompaktes Design ist er schnell einsatzbereit und stört beim Radeln überhaupt nicht.

Die Kategorie Nachhaltigkeit ist eine Neuerung beim BraunPrize 2018. Sie ist eine Hommage an die Braun Philosophie „Less is more“ und ein Verweis darauf, wie wichtig Nachhaltigkeit in der heutigen Zeit ist.

In der Kategorie Studenten erhielt Ö den ersten Preis über 5.000 US-Dollar und ACORN den zweiten Preis über 2.500 US-Dollar.

Ö von Constance Richard ist ein nachhaltiger Helfer für den humanitären Einsatz, der kontaminiertes Wasser trinkbar macht. Es ist ein Open-Source-Projekt zur Filterung von verschmutztem Wasser, das mit einfachen technischen Mitteln wie einem Keramik- und einem Sandfilter Pathogene aus dem Wasser filtert und damit für Menschen die Grundlage für ein eigenständiges Leben schafft.

ACORN von Liye Zhang, Xucheng Yan, Zihan Xie, Ximing Jiang und Jiaqing Zhang ist eine Lösung zur Flächenbegrünung in Wüstenstädten. Die mit Dünger versehene, extrem saugfähige Folie gibt nach dem Anpflanzen im Sand Nährstoffe an die Pflanzen ab. ACORN senkt nicht nur die Kosten der Aufforstung in Wüstenregionen, sondern verbessert auch die Effektivität der Anpflanzungsmaßnahmen und dient der Verschönerung der Städte.

In der Kategorie Nachwuchstalente erhielt FIYLTER den ersten Preis über 5.000 US-Dollar und Wireframe den zweiten Preis über 2.500 US-Dollar.

FIYLTER von Simon Desnerck ist ein Selbstbau-Filter für Waschmaschinen, der beim Waschen synthetischer Bekleidung abgelöste Kunststofffasern aus dem Wasser filtert und verhindert, dass sie in die Meere gelangen. Die FIYLTER Lösung funktioniert wie ein Handbuch für Filtersysteme mit einer Anleitung dafür, wie man je nach Bedarf günstige und für jedermann erhältliche Komponenten zu einem Filter kombinieren und verhindern kann, dass die entstehende „Kunststoffsuppe“ in unseren Meeren landet.

Wireframe von Ben Körös unterstützt die ländliche Bevölkerung in Entwicklungsländern beim Bau und Betrieb erschwinglicher Windturbinen, damit genug Elektrizität erzeugt werden kann, um ein grundlegendes Kommunikationsnetzwerk zu betreiben. Die Menschen können über Funk miteinander sprechen, in Notsituationen ihre Nachbarn in den umliegenden Dörfern warnen oder Wetterberichte weitergeben. Außerdem wird die Energie zur Erzeugung von Licht verwendet, um die Zahl der produktiven Arbeitsstunden
pro Tag zu erhöhen.

In einer Welt voller Unordnung, komplexen Strukturen und Problemen sind die Designgrundsätze von Braun – Funktionalität, Qualität, Einfachheit und Langlebigkeit – bedeutender denn je. Durch die kontinuierliche Entwicklung bahnbrechender Designs und die Förderung der Rolle des Industriedesigns bei der Überwindung der Herausforderungen des modernen Lebens wollen Braun und der BraunPrize jungen Talenten eine Plattform bieten. So will man sicherstellen, dass auch kommende Generationen von Designern die Mission von Braun, „Design for what matters“ fortführen.


  1. Design for What Matters
  2. Die Gewinner
  3. Die Gewinner in der Kategorie Nachwuchstalente:
  4. Über die Jury des BraunPrize 2018:

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