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Power Day

Volkswagen konzentriert sich auf E-Mobilität

16. März 2021, 08:00 Uhr   |  Lukas Steiglechner

Volkswagen konzentriert sich auf E-Mobilität
© Volkwagen AG

Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, beim ersten Power Day des Autoherstellers.

Volkswagen hat an seinem ersten "Power Day" seine Technologie-Roadmap für die Bereiche Batterie und Laden bis 2030 präsentiert. Das Ziel des Autokonzerns: Komplexität und Kosten senken, um E-Autos für so viele Menschen wie möglich attraktiv zu machen. Dafür will VW sechs Batteriefabriken bauen.

Volkswagen hat am 15. März seinen ersten "Power Day" veranstaltet. Auf dem virtuellen Event hat der Autokonzern seine Strategie im Bereich E-Mobilität für das kommende Jahrzehnt vorgestellt. Die Strategie sieht vor, Batterien weniger komplex und kostenschonender zu gestalten. So sollen E-Autos attraktiver und bezahlbarer für VerbraucherInnen werden. Gleichzeitig will der Autokonzern den Bedarf an Batteriezellen über 2025 hinaus absichern. Dafür will VW bis zum Ende der Dekade in Europa sechs Batteriefabriken bauen, die über eine Gesamtkapazität von 240 Gigawattstunden (GWh) verfügen. Zudem soll auch der weltweite Ausbau des öffentlichen Schnellladenetzes vorangetrieben werden. In Europa kooperiert VW dafür mit den Energieunternehmen BP in Großbritannien, Iberdrola in Spanien und Enel in Italien.

"E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden. Nun integrieren wir systematisch weitere Stufen in der Wertschöpfungskette. Wir sichern uns langfristig eine Pole-Position im Rennen um die beste Batterie und das beste Kundenerlebnis im Zeitalter der emissionslosen Mobilität", so Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns. Die markenübergreifende Verantwortung für diese Technologie-Roadmap trägt dabei die Volkswagen Group Components unter Leitung von Thomas Schmall, Vorstand für den Geschäftsbereich Technik der Volkswagen AG und Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components.

VW startet Batterie-Offensive

Um den steigenden Bedarf an Batteriezellen abzudecken, weitet Volkswagen seine Produktionskapazitäten in Europa aus. "Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit Partnern insgesamt sechs Zellfabriken in Europa in Betrieb nehmen und so Versorgungssicherheit garantieren", erklärt Thomas Schmall. Die sechs neuen Fabriken sollen letztlich Zellen mit einem Energiegesamtwerkt von 240 GWh pro Jahr produzieren. Die ersten beiden Fabriken entstehen im schwedischen Skellefteå und im niedersächsischen Salzgitter.

In der schwedischen Fabrik "Northvolt Ett" konzentriert sich VW auf die Produktion seiner Premium-Zellen in Zusammenarbeit mit Northvolt. Die Produktion soll im Jahr 2023 starten und auf eine Kapazität von 40 GWh pro Jahr ausgebaut werden. Die Fabrik in Salzgitter soll ab 2025 die Einheitszelle für das Volumensegment produzieren und Innovationen in Prozess, Design und Chemie entwickeln. Auch Salzgitter soll letztlich eine Kapazität von bis zu 40 GWh pro Jahr produzieren.

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2. Einheitszelle soll Kosten reduzieren

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