Bitkom-Trendstudie

Smarte Consumer Technology ist wichtiger Wachstumsmarkt

Schmuckbild Smartwatch
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Spielekonsolen, Fernseher, Kopfhörer: Der Markt für Unterhaltungselektronik bleibt stabil. In diesem Jahr wird der Umsatz voraussichtlich 8,96 Milliarden Euro betragen. Das prognostiziert der Digitalverband Bitkom in seiner Trendstudie. Außerdem: Smarte Consumer Technology gewinnt an Bedeutung.

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„Geräte der Consumer Technology haben in der Pandemie zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Insgesamt läuft der Markt weiterhin auf hohem Niveau. Bei etlichen Produkten übersteigt die Nachfrage aktuell sogar das Angebot. Denn auch die Consumer Technology ist von Lieferengpässen, Chipmangel und Verwerfungen in der weltweiten Logistik betroffen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.
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Im Vergleich zum Vorjahr (Umsatz: 9,3 Milliarden Euro) gehen die Umsätze damit leicht um 4 Prozent zurück, auch weil die anhaltend hohe Nachfrage aufgrund von Lieferengpässen und Materialknappheit teilweise nicht bedient werden kann. Hauptanteil am Umsatz haben Flat-TVs mit 4,07 Milliarden Euro, gefolgt von Audiogeräten (0,96 Milliarden Euro) und Spielekonsolen (0,75 Milliarden Euro). Die Gaming-Geräte verzeichnen mit 10 Prozent Umsatzwachstum das größte Umsatzplus.

Der Smartphone-Markt bleibt stabil: Umsätze in Höhe von 10,9 Milliarden Euro prognostiziert der Bitkom im laufenden Jahr. Den Absatz berechnet der Digitalverband auf 22,1 Millionen Smartphones; durchschnittlich 495 Euro geben die Deutschen für ein solches Gerät aus. Im Vorjahr wurden ebenfalls 22,1 Millionen Stück verkauft.

Relevante Anbieter

Bereits ein Drittel überwacht die Gesundheit mit einer Smartwatch

Als wichtigen Wachstumsmarkt hat die Bitkom-Studie in diesem Jahr die ‚smarte‘ Consumer Technology in den Mittelpunkt gestellt. Bereits 28 Prozent der Menschen in Deutschland nutzen hin und wieder eine Smartwatch. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands unter 1.176 Personen ab 16 Jahren. Besonders beliebt bei den Nutzerinnen und Nutzern ist es, sich über eingehende Nachrichten zu informieren (90 Prozent). Rund die Hälfte nutzt eine Smartwatch als Wecker, Timer oder Stoppuhr (55 Prozent), zur Navigation (54 Prozent) oder zur Steuerung des Smartphones (47 Prozent). Ein Drittel (33 Prozent) erfasst Gesundheitsdaten wie Puls, Blutdruck oder Sauerstoffsättigung mit einer smarten Uhr. Ihr vernetztes Zuhause steuern 30 Prozent auf diesem Weg. Im Vergleich zum Vorjahr haben diese Einsatzmöglichkeiten teils stark an Beliebtheit gewonnen; für die Smart-Home-Steuerung etwa stieg der Nutzungsanteil um 19 Prozentpunkte (2020: 11 Prozent).

Schlafqualität, Stresslevel und Herzfrequenz

Künftig dürfte die Überwachung der Gesundheit für die Menschen in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnen. So verwenden bereits 35 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von Tablets, Smartphones, Smartwachtes und Fitnesstrackern ihre Geräte als Schrittzähler, weitere 25 Prozent wollen das künftig tun. 31 Prozent haben auf diesem Weg Trainingseinheiten aufgezeichnet, 26 Prozent an Online-Fitnessprogrammen teilgenommen. Auch die Überwachung von Vitaldaten nimmt zu: 16 Prozent überwachen aktuell ihre Herzfrequenz (19 Prozent: Nutzung vorstellbar), 11 Prozent kontrollieren die Ernährung (für 20 Prozent vorstellbar) und jeweils 8 Prozent messen Schlafqualität (für 22 Prozent vorstellbar) und Stresslevel (für 18 Prozent vorstellbar).

Dazu Bitkom-Präsident Berg: „Smarte Consumer Technology eröffnet die Chance, sich selbst besser kennenzulernen, ungesunde Verhaltensweisen früher zu bemerken, sich zu motivieren und mehr für die eigene Gesundheit zu tun.“

Auch gänzlich neue Anwendungen haben in Deutschland großes Potenzial: Jeweils 11 Prozent der Internet-NutzerInnen haben Interesse daran, Laufbänder und Heimtrainer mit App-Anbindung zu nutzen; bisher tun das 5 beziehungsweise 4 Prozent. Ebenfalls an Bedeutung gewinnen könnten Springseile mit App-Anbindung (Interesse an Nutzung: 7 Prozent), Matratzen mit Sensoren (6 Prozent) sowie Pflaster mit Trink-Erinnerungen (5 Prozent) und smarte Einlegesohlen oder Fingerringe zur Messung der Vitalfunktionen (jeweils 4 Prozent). Ganz vorne liegt die Zahnbürste mit App-Anbindung: Bereits 8 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer verwenden sie, für 18 Prozent ist die Nutzung vorstellbar.

Dieser als „Quantify yourself“ beschriebene Trend kann allerdings auch zu einer Belastungsprobe werden: Zwar sehen 63 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer die Hinweise ihrer Fitness- und Gesundheitsanwendungen als große Erleichterung an und 47 Prozent der Befragten fühlen sich dadurch motiviert. Allerdings stimmen 49 Prozent auch der Aussage zu, dass sie sich durch ihre Programme unter Druck gesetzt fühlen. Ein Drittel (31 Prozent) verspürt gleichzeitig Erleichterung und Druck durch Fitness- und Gesundheitsanwendungen.


  1. Smarte Consumer Technology ist wichtiger Wachstumsmarkt
  2. Wer Videos streamt, hat im Schnitt zwei Abos

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