Saugroboterspezialist

iRobot-Chef hält Haushaltsroboter mit Armen für machbar

Colin Angle, iRobot
Colin Angle idt Vorstandsvorsitzender, CEO und Mitbegründer von iRobot.
© iRobot

Der Saugroboter-Spezialist iRobot stellt sich auf eine Zukunft mit mechanischen Haushaltshelfern ein, die Arme haben. „Wir sind an einem Punkt, an dem wir die Umgebung, in der wir agieren, allmählich soweit verstehen, dass wir so etwas machen können“, sagte iRobot-Chef Colin Angle der dpa.

Auch in der Industrie rätsele man aber noch, was die Aufgabe eines ersten Haushaltsroboters mit Armen sein werde, schränkte Angle ein. „Die Wäsche machen? Geschirr abwaschen? Oder das Zimmer vor dem Staubsaugen aufräumen?“ Eine zentrale Frage sei auch, wie viel die Verbraucher bereit wären, für eine solche Innovation zu zahlen. „Wenn es 1.000 Dollar sind, wäre es vermutlich zu schaffen.“ Bei einem Aufschlag von nur 50 Euro oder Dollar hingegen nicht. Generell werde es soweit sein, wenn der Mehrwert, den eine solche Maschine den Nutzern bringe, die Kosten übersteige. „Ich denke, in unserer Zukunft wird es noch viele Arten von Robotern geben.“

Relevante Anbieter

Roomba j7, Saugroboter
Der „Roomba j7+“ Roboterstaubsauger ist ab sofort in den USA und Kanada ab 849 US-Dollar auf der Webseite des Herstellers erhältlich. Er wird ab 12. September bei ausgewählten Händlern im Vorverkauf und ab 19. September 2021 bei ausgewählten Händlern zum sofortigen Kauf erhältlich sein. Ohne "Clean Base Automatic Dirt Disposal"-Funktion kann er auch bereits ab 649 US-Dollar erworben werden. In Europa sind die Saugroboter "Roomba j7+" und "j7" ebenfalls demnächst erhältlich.
© iRobot

Die US-Firma stellte am Donnerstag ein neues Saugroboter-Modell und eine verbesserte Software mit intelligenteren Funktionen vor. So kann der neue Sauger „Roomba j7+“ dank Kamera und Bilderkennung zum Beispiel auf dem Fußboden liegenden Kabeln oder Ohrhörern ausweichen. Die Software soll auch verhindern, dass der Saugroboter in Kot von Haustieren fährt und diesen im Wohnraum verteilt.

Um die Objekterkennung anzulernen, seien bei iRobot auch hunderte künstliche Exkremente geformt und bemalt worden. „Wir haben hauptsächlich mit festen Hinterlassenschaften trainiert, flüssiger Tierkot ist viel schwerer zu erkennen, und wir müssen die Erwartungen entsprechend managen“, schränkte iRobot-Manager Brent Bild ein.

Zugleich merkt sich der Saugroboter Bereiche mit höherer Verschmutzung, die häufiger angesteuert werden müssen. Das Gerät erstellt eine eigene Karte des Haushalts und kann dadurch auch per Sprachassistentin Alexa angewiesen werden, zum Beispiel nach dem Frühstück unter dem Küchentisch sauberzumachen.


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