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Der Smartphone-Hersteller zieht nach

Apple macht das iPhone fit für 5G

14. Oktober 2020, 09:30 Uhr   |  Quelle: dpa / Redaktion: Diana Künstler

Apple macht das iPhone fit für 5G
© Apple

Beim Design des Apple-Telefons fällt die Rückkehr zu geraden Kanten auf – wie zuletzt die iPhone-5-Modellreihe.

Mehr als ein Jahr nach Samsung und Huawei bringt nun auch Apple sein iPhone mit der Option für 5G-Datenfunk. Alle vier Modelle des neuen iPhone 12 sind dafür gerüstet. Unter Idealbedingungen seien damit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 Gigabit/Sekunde erzielt worden, teilte der Konzern mit.

Apple ist mit seinem neuen iPhone 12 bei Weitem nicht der erste Anbieter von Telefonen für den superschnellen 5G-Funk. Aber der Konzern könnte einer breiteren Nutzung der Technologie Schub geben.

Erstmals werden die Telefone auch ohne Ladegerät und Ohrhörer in der Verpackung verkauft. Dieser Schritt werde jährlich ein Ausstoß von zwei Millionen Tonnen Kohlenstoffemissionen vermeiden, betonte Apple – und rechnete vor, dass dies der Belastung durch 450.000 Autos entspreche. Dabei berücksichtigt der Konzern auch, dass durch die kleinere und leichtere Verpackung 70 Prozent mehr Kartons pro Palette befördert werden könnten. Das separate Ladegerät kostet gut 24 Euro.

Apple iPhone 12 Kamera-Demo Ultraweitmodus
© Apple

Angetrieben durch den A14 Bionic und einem neuen ISP gibt es den Nachtmodus bei mehr Objektiven, einschließlich dem Ultraweitwinkel-Objektiv.

Die Modelle im Überblick

Apple treibt zugleich die Abgrenzung zwischen einem Standard-iPhone und der Pro-Version mit mehr Technik-Innovationen voran. Schon bisher hatten die teureren Pro-Geräte unter anderem mit einem Teleobjektiv eine Kamera mehr. Beim iPhone 12 Pro setzte Apple zusätzlich eine Bildstabilisierung um, bei der statt der Objektiv-Linsen der Sensor schwankt, um Erschütterungen auszugleichen. Die Pro-Modelle können auch besonders kontrastreiches Video mit HDR-Technologie aufnehmen und bearbeiten. Für Fotografen entwickelte Apple ein eigenes RAW-Format, das für Profis wichtige reichhaltige Lichtinformationen mit Software-Bildbearbeitung verbindet.

Die Pro-iPhones kommen – wie zuvor schon das iPad Pro – mit einem Laserradar (LiDAR), der unter anderem für sogenannte erweiterte Realität (Augmented Reality) nützlich sein kann. Dabei werden auf dem Bildschirm digitale Inhalte mit der realen Umgebung vermischt. Das iPhone 12 Pro gibt es wie bisher in zwei Größen – die Bildschirme sind aber nun noch etwas erweitert worden. Von 5,8 auf 6,1 Zoll beim kleineren Modell und von 6,5 auf 6,7 Zoll beim Pro Max. Den Startpreis beließ Apple bei 1120 Euro beziehungsweise 1217,50 Euro für die größere Version.

Als Standard-Version gibt es neben dem iPhone 12 mit 6,1-Zoll-Display für gut 876 Euro nun auch ein Mini-Modell mit einem 5,4 Zoll großen Bildschirm für rund 780 Euro. Andere Anbieter wie Samsung schneiden ihre Modellreihen ähnlich zu.

Das Display-Glas des iPhone 12 soll dank Nanotechnologie deutlich widerstandsfähiger sein als bisher, wie Apple ankündigte. So sei viermal wahrscheinlicher, dass das neue Glas Stürze unbeschadet überstehe. Ein neues Objektiv-System soll die Qualität von Fotos bei schlechten Lichtbedingungen verbessern - darüber hinaus werden die Bilder wie inzwischen üblich durch Software aufgebessert.

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2. Die Hoffnung: Schub für 5G hierzulande

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