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LEDs auf dem Weg in die Kommunen

12. Dezember 2019, 15:03 Uhr   |  Stefanie Heyduck

LEDs auf dem Weg in die Kommunen
© German LED Tech

LED-Leuchtstoffröhren sind energieeffizient und haben eine deutlich längere Lebensdauer als herkömmliche Leuchtmittel

Ob in der Außen- und Verkehrsbeleuchtung oder der Illumination von öffentlichen Gebäuden: Noch viel zu wenige Städte und Kommunen setzen in Deutschland auf umweltschonende LEDs.

In Städten und Gemeinden macht allein die Außenbeleuchtung rund 40 Prozent des gesamten kommunalen Stromverbrauchs aus. Hier lässt sich ein erhebliches Einsparpotenzial realisieren. Kommunen können jährlich bei der gesamten Beleuchtung bis 5,5 Milliarden Kilowattstunden an Energie und 3,5 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen einsparen. Bei einem Austausch aller Leuchtstoffröhren im öffentlichen Raum der deutschen Städte und Gemeinden wären das jährlich etwa 75 Millionen Tonnen CO2. Der Umstieg auf die neueste LED-Röhrengeneration sollte daher selbstverständlich sein.

LEDs müssen Quecksilberdampflampen ersetzen
Als erste Kommune in Deutschland hatte Konstanz Anfang Mai 2019 den Klimanotstand ausgerufen, weitere sind gefolgt: Köln, Düsseldorf, Saarbrücken, Wiesbaden, Kiel, Bochum, Karlsruhe – in sieben der 16 Bundesländer haben Städte und Kommunen bisher den Klimanotstand verkündet. Die Aktion an sich ist zwar symbolisch, betont aber die Dringlichkeit, Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen müssen. Der Wechsel auf die neueste LED-Technologie ist eine der vielversprechendsten, schnellsten und nachhaltigsten Handlungsoptionen. Betrachtet man die städtische Energieinfrastruktur, resultiert ein Großteil des Energieverbrauchs aus der Beleuchtung. Besonders hoch, bei rund 80 Prozent, ist das Einsparpotenzial in Gemeinden, die noch auf Quecksilberdampflampen vertrauen. Nur 20 Prozent der Lichtpunkte waren 2018 nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) LED-saniert. Überall dort, wo noch veraltete Leuchtstoffröhren in Betrieb sind, stecken in der Umrüstung auf stromsparende, langlebige LED-Leuchtmittel beachtliche Einsparpotenziale.
»Viele Städte und Kommunen haben die Dringlichkeit zu weitreichenden Umweltschutzmaßnahmen bereits erkannt. Es darf aber nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben, sondern muss in konkretes Handeln münden«, sagt Stefan Svanberg, Geschäftsführer der German LED Tech. »Mit der Sanierung der Verkehrs- und Gebäudebeleuchtung schonen Städte und Kommunen langfristig nicht nur ihre Haushalte. Sie präsentieren sich darüber hinaus umweltbewusst und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.«
Die neueste Generation von LED-Leuchtröhren ist energieeffizient und hat mit bis zu 100.000 Stunden Leuchtdauer eine deutlich längere Lebensdauer als herkömmliche Leuchtmittel. Zu den eingesparten Stromkosten addieren sich die verringerten Betriebskosten. So könnte nach Berechnungen von German LED Tech eine mittelgroße deutsche Stadt mit etwa 1.100 Leuchtstoffröhren allein durch den Umstieg auf moderne LED-Technik circa 5.000 Tonnen CO2 einsparen – über eine 20-jährige Lebensdauer der Leuchten. Das entspricht etwa dem Jahresausstoß von 3.750 Pkw. Nach Angaben des ZVEI könnten deutsche Kommunen mit effizienter Lichttechnik allein bei der Verkehrsbeleuchtung jährlich bis zu 2,2 Milliarden Kilowattstunden an Energie und 1,4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen; das entspricht rund drei bis vier Kernkraftwerken.

http://www.germanledtech.com

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